nach links gleiten

Erzähl mal! Julia Beyer von "Suntribe" erklärt uns, auf was ihr bei der Wahl einer Sonnencreme für eure Kinder achten solltet.

Erzähl mal! Julia Beyer von "Suntribe" erklärt uns, auf was ihr bei der Wahl einer Sonnencreme für eure Kinder achten solltet.
Von Stephanie Oppitz 22. Mai 2018 26842 mal angesehen

Juhuu, der Sommer ist da!!! Also meteorologisch gesehen ja noch nicht, aber hier in Dresden hat die Sonne in den letzten Tagen schon ordentlich auf der Haut gebrutzelt. Höchste Zeit wieder daran zu denken, sich vor der Sonne zu schützen. Die meisten verwenden ja immer irgendeine Sonnencreme aus der Drogerie. Aber beim Halbzeit-Treffen der „Unternehmerinnen der Zukunft“ durfte ich Julia Beyer kennenlernen, Gründerin von „Suntribe“. Durch sie wurde ich darauf aufmerksam, dass 63% der Inhaltsstoffe in existierenden Sonnencremes offiziell als gefährlich für uns Menschen oder unsere Umwelt eingestuft werden. Also hat sie zusammen mit Wissenschaftlern der Lund Universität in Schweden eine chemiefreie Sonnencreme entwickelt, die nicht nur die Haut schützt, sondern auch unseren Planeten. Wie sie das macht und worauf wir bei der Auswahl von Sonnencremes in Zukunft unbedingt achten sollten, erklärt sie uns in einem Interview.


Hallo Julia,

schön, dass ich dich kürzlich bei „Unternehmerinnen der Zukunft“ kennenlernen durfte. Du bist ja mit deinem Start-up „Suntribe“ dieses Jahr Teilnehmerin bei dem Förderprogramm und konntest dadurch enorme Fortschritte beim Auf- und Ausbau deines digitalen Geschäfts machen. Aber erzähl doch unseren Kund*innen erstmal:

Wer bist du, was machst du und wie kam es dazu?

Ich bin eine der Gründerinnen von Suntribe. Ich war schon immer fasziniert davon, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen und war auf der Suche nach einer Idee, bei der ich mit Herz und Verstand dabei sein kann. Als ich meine zwei Mitgründer Karl und Hampus über unser gemeinsames Studium kennenlernte, kam dann eines zum anderen. Wir sind alle drei am liebsten draußen unterwegs und machen viel Sport, waren aber nie überzeugt von den bis dahin angebotenen Sonnencremes - angefangen damit, dass wir die Inhaltsstoffe nicht mal laut aussprechen konnten.

Julia von Suntribe mit ihren beiden Mitgründern Karl und Hampus


Über unsere Universität hier in Schweden kamen wir dann mit Forschern in Kontakt, von denen wir erfuhren, dass die durchschnittliche Sonnencreme auf dem damaligen Markt 63% bedenkliche Inhaltsstoffe enthält. Die Nebenwirkungen reichen von Hautirritationen über Allergien bis zu Hormonstörungen bei Mensch und Tier, vor allem chemische UV-Filter werden außerdem für die Schädigung von Korallenriffen weltweit verantwortlich gemacht. Also beschlossen wir, eine sichere Alternative zu entwickeln.

Wir haben die Liste der Inhaltsstoffe auf das Minimum reduziert und stellen sicher, dass alle unsere Inhaltsstoffe sicher für Mensch und Natur sind. Mittlerweile sind wir seit beinahe 2 Jahren auf dem Markt und bringen mit dem “Unternehmerinnen der Zukunft”-Programm gerade Schwung in unser Online-Geschäft. Demnächst werden wir über Amazon sogar in den USA und Japan verkaufen!


Gerade mit kleinen Kindern gewinnt das Thema Sonnenschutz an Bedeutung. Viele Eltern fragen sich, wie sie ihre Kinder am besten vor der Sonne schützen können. In der Drogerie steht man dann ewig vor dem Regal und studiert Lichtschutzfaktoren, fragt sich, was eigentlich photostabile UVA- und UVB-Filtersysteme sind und ob die Sonnencreme sofort nach dem Auftragen schützt. Kannst du uns ein wenig aufklären und sagen, worauf man bei der Auswahl einer Sonnencreme unbedingt achten sollte?

Du hast schon einige wesentliche Auswahlkriterien erwähnt. Es ranken sich einige Mythen um das Thema Sonnenschutz, zum Beispiel wissen die wenigsten, dass der Lichtschutzfaktor (Lsf) sich ausschließlich auf UVB-Strahlen bezieht und nichts über den Schutz vor UVA-Strahlen aussagt. Eine weitere wenig bekannte Tatsache ist außerdem, dass Lichtschutzfaktoren jenseits der 30 wenig Sinn ergeben - Lsf 30 schützt vor 97% der UVB-Strahlen und Lsf 50 vor 98%, also lediglich 1% mehr.

Zum Thema UV-Filter ist es wichtig zu wissen, dass es zwei grundsätzlich verschiedene Arten gibt: chemische und mineralische UV-Filter. Chemische Filter dringen in die Haut ein und schützen dich quasi “von innen”, daher müssen sie einige Minuten vor dem Sonnenbaden aufgetragen werden. Mineralische Filter dagegen basieren auf Mineralen, entweder Zinkoxid oder Titandioxid, die wie tausend kleine Spiegel außen auf deiner Haut sitzen und die Sonnenstrahlen von dort zurück reflektieren. Daher schützen sie ab dem ersten Moment des Auftragens. Zinkoxid ist nach momentanem Stand der Wissenschaft der sicherste UV-Filter, weil er vor einem sehr breiten Spektrum an UVA- und UVB-Strahlen schützt, sehr photostabil ist und gut verträglich für unsere Gesundheit und die Umwelt.

Um es auf den Punkt zu bringen: am besten eine Sonnencreme auf Basis von Zinkoxid (oder Titandioxid) wählen und auf die Worte “Breitbandspektrum” oder “UVA” achten. Lsf 30 ist vollkommen ausreichend. Nach üblicherweise zwei Stunden (je nach Anweisung auf der Verpackung) ist Nachcremen viel wichtiger.


Worin unterscheidet sich Suntribe von anderen Marken?

Unsere Philosophie ist weniger statt mehr und wir wählen unsere wenigen Inhaltsstoffe sehr bewusst danach aus, dass sie nachgewiesenermaßen gut für unsere Haut und die Umwelt sind. Unsere Sonnencremes enthalten zwischen drei und sieben Inhaltsstoffe: Zinkoxid als mineralischen UV-Filter sowie biologische Butter und Öle, sonst nichts. Wir verzichten sowohl auf gefährliche Chemikalien als auch auf Konservierungsstoffe oder Parfüm. Durch unsere natürlichen Inhaltsstoffe sind unsere Sonnencremes gut verträglich, unsere Körper- und Gesichtssonnencreme ist besonders für Kinder sehr gut geeignet: Sie brennt nicht in den Augen, die Sonnencreme lässt sich leicht auftragen und duftet angenehm nach Kakao und Kokos, da sie Kakaobutter und Kokosöl (aus biologischem Anbau) enthält.


Immer mehr Kinder und auch Erwachsene haben empfindliche Haut (z. B. Neurodermitis, Sonnenallergie…) oder reagieren allergisch auf bestimmte Inhaltsstoffe. Welche Erfahrungen gibt es mit der Suntribe Sonnencreme diesbezüglich?

Neben den vorgeschriebenen Tests auf Hautverträglichkeit haben wir bereits einige positive Rückmeldungen von Kund*innen erhalten, die unsere Sonnencreme auf empfindlicher Haut oder bei Allergien ausprobiert haben. Im Moment lassen wir unsere Sonnencreme von einer jungen Kundin mit Neurodermitis und einer Nuss-Allergie testen. Natürlich sind Allergien und Hautirritationen sehr individuell, aber bisher haben wir einen rundum positiven Eindruck erhalten. Umso weniger Inhaltsstoffe man verwendet, und auf bekannte Allergene wie etwa einige chemische UV-Filter und Parfüme komplett verzichtet, umso geringer ist das Risiko, dass die Haut gereizt reagiert.


Vielen Dank, liebe Julia, dass du dir für das Interview Zeit genommen hast und wir dank deiner Infos nun mehr Durchblick beim Thema Sonnencreme haben. Wir wünschen dir und deinem Unternehmen weiterhin ganz viel Erfolg für die Zukunft.


Ihr wollt Julias Suntribe Sonnencreme kennenlernen?

Mit dem Rabattcode „E4V8TJMK“ bekommt ihr beim Kauf auf Amazon oder suntribesunscreen.com/shop 10% Rabatt.