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Tausend gute Gründe für Stoffwindeln - Grund 1: Stoffwindeln sparen Müll

Tausend gute Gründe für Stoffwindeln - Grund 1: Stoffwindeln sparen Müll
Von 28. September 2018 18215 mal angesehen

Mit Stoffwindeln spart man bei jedem Baby mindestens eine Tonne Restmüll ein.

Aber warum sollte man grundsätzlich Müll vermeiden?

Mit unserer neuen Blogreihe “Tausend gute Gründe für Stoffwindeln” wollen wir mit dieser Frage starten.


In Deutschland landen im Durchschnitt 6.000 Windeln im Müll - pro Baby!

Die Schätzungen, die ich kenne, liegen zwischen 4.500 und 10.950 Windeln - die Quellen findet ihr in unserem Kostenvergleich von Stoffwindeln und Wegwerfwindeln. Dieser Müllberg wiegt ungefähr eine Tonne und entspricht etwa acht bis zehn Prozent des gesamten Restmülls im Haushalt! Das ist der größte Einzelanteil im deutschen Restmüll :(

Benutzt die Familie dann noch Feuchttücher, wächst dieser Müllberg im Schnitt noch einmal um zusätzlich 40.000 Feuchttücher. Kürzlich meinte jemand zu mir, dass das ja gar nicht so schlimm sei mit dem Müll: „Die berüchtigten Müllberge entstehen nicht mehr, denn wir verbrennen den Müll ja“. Aber ist das wirklich so?

Ist es wirklich unproblematisch, wenn wir (Rest-)Müll verbrennen? Was ist mit den vielen Schadstoffen, die nach der Verbrennung in die Luft gelangen? Wieviel Schlacke bleibt bei dieser Verbrennung eigentlich noch übrig, und was passiert dann damit? Wie belasten die vielen Transporte der Güter ZU uns nach hause und dann ZUR Müllverbrennungsanlage unsere Umwelt? Ist die Ausbeute an Strom- und Wärmegewinnung wirklich so effizient, wie manchmal behauptet wird? Ich sehe das kritisch. Deswegen sind hier kurz und knapp...


… meine vier wichtigsten Gründe, warum ich Müll spare.

  • Weniger Müll verbraucht weniger Ressourcen
  • Müll ist eine Gefahr für unsere Gesundheit
  • Müll verschmutzt unsere Umwelt
  • Müll kostet Geld und verbraucht Energie


Weniger Müll verbraucht weniger Ressourcen

Alles was im Müll landet, vor allem im Restmüll, verbrauchte im Vorfeld Ressourcen. Die Ressourcen auf der Erde sind endlich. Was als Restmüll in der Verbrennungsanlage zur Energiegewinnung landet, kann nur noch zur Fernwärme oder Stromerzeugung genutzt werden. Das meiste, was aus der Restmülltonne kommt, wurde nur einmal genutzt. Die Herstellung und Entsorgung von Produkten kostet Geld, benötigt Energie und produziert Abgase. Deswegen ist es besser, Dinge wiederzuverwenden und wenn möglich zu recyceln.

Müll ist eine Gefahr für unsere Gesundheit

Jedes Teilchen an Müll, was nicht lückenlos dem Recycling zugeführt wird, verbleibt in unserer Umwelt und gerät direkt in den menschlichen Nahrungskreislauf. Je weiter die Wissenschaft dieses Thema erforscht, umso beängstigender sind die Ergebnisse. Für Nahrung gehaltene Plastikteilchen werden zum Beispiel von Meerestieren direkt gegessen und landen dann auf unseren Tellern. Hormone und Medikamente gelangen in das Grundwasser und beeinflussen unsere Fruchtbarkeit. Jede einzelne weggeworfene Zigarettenkippe versucht den Boden mit Giftstoffen. Es geht kein einziger Stoff dauerhaft verloren.

Müll verschmutzt unsere Umwelt

Trotz unseres guten Recyclingsystems in Deutschland haben wir immer noch viele Mülldeponien für Reststoffe und Müll, der einfach achtlos auf der Strasse oder in der Natur entsorgt wird. Diese Reststoffe sind größtenteils Schlacken, die bei der Müllverbrennung übrigbleiben und endgelagert werden müssen. In vielen Ländern existieren nicht einmal diese Deponien, sondern der Müll wird gleich in der Landschaft oder - noch viel schlimmer - im Meer entsorgt (ein Artikel zu diesem Thema in Zusammenhang mit unseren Schwimmwindeln folgt in Kürze!).

Müll entsorgen kostet Geld

Jedes Kilogramm Müll kostet Geld. Als Produkt in seiner Anschaffung und für seinen Transport und für die Entsorgung und dessen Verarbeitung. Diese Kosten stellen eine hohe Belastung für die privaten und öffentlichen Haushalte dar. Denkt nur mal an Eure Nebenkostenabrechnung... für viele Familien stellen diese Kosten eine große Belastung dar.


Wickeln mit Stoff ist daher ein wichtiger Beitrag zur Abfallvermeidung.

Und nicht nur das.

Die Energiebilanz fällt bei Windeln aus Stoff ebenfalls weitaus positiver aus.

Denn beim Energieverbrauch stehen sich die Stoffwindeln und Wegwerfwindeln folgendermaßen gegenüber: Bei den Stoffwindeln haben wir die Produktion von einem Windelset für einen Waschrythmus von ca. vier Tagen, die ein Baby über ungefähr drei Jahre lang benötigt, den Energieverbrauch für das Waschen (und das Waschmittel) und eventuell Trocknen über diesen Zeitraum hinweg. Auf das Konto der Wegwerfwindeln fällt der Energieverbrauch für die Produktion von rund 6.000 Windeln über drei Jahre hinweg, der enorme Transportaufwand, diese Windeln vom Produzenten zum Händler und dann zum Kunden zu bekommen, der ca. eine Tonne schwere Windelmüll selbst und der Energieverbrauch für die Verbrennung des Mülls.


Die folgende Infografik veranschaulicht das noch mal.


#ZeroWaste mit der WindelManufaktur - wie ihr mit uns über die Stoffwindeln hinaus noch mehr Müll sparen könnt


Wickelauflagen

Shop Wickelunterlagen

Im Gegensatz zu Einmal-Wickelunterlagen sind Wickelunterlagen aus Stoff einfach nachhaltiger, gesünder und ökologischer.

Ihr vermeidet eine Menge Müll, da diese Wickelunterlagen per Handwäsche oder bei bis zu 60°C waschbar sind.

Sie sind ideal bei wenig Platz in kleinen Wohnungen und passen in jede Wickeltasche. Nach dem Gebrauch kann sie einfach wieder zusammengefaltet und platzsparend verstaut werden.


Feuchttücher aus Flanell

Shop Feuchttücher

Wusstest du…

...dass im Verlauf von ca. drei Windeljahren der kindliche Intimbereich im Durchschnitt fast 9000 (!!!) Mal mit Feuchttüchern gereinigt wird?

...dass herkömmliche Feuchttücher oft fälschlicherweise im Klo landen und durch die Verstopfung im Abwasserkanal einen Rückstau in Toiletten und Badewannen verursachen?

...dass Wegwerffeuchttücher Parabene, Tenside, Duftstoffe, Alkohole und viele andere chemische Stoffe enthalten, die zum Teil hautreizend sind und allergische Reaktionen hervorrufen können?

...dass ein mit Wasser getränktes, waschbares Stofftuch die sinnvollste und gesündeste Alternative ist?


Stilleinlagen

Shop Stilleinlagen

Im Gegensatz zu den herkömmlichen Stilleinlagen aus Plastik werden die Brustwarzen unter den Stilleinlagen aus Stoff gut belüftet.

Das Risiko für Entzündungen und Reizungen minimiert sich dadurch erheblich.

Zudem wird eine Menge Müll vermieden, da diese Stilleinlagen per Handwäsche oder bei bis zu 40°C waschbar sind.

Außerdem können sie bei jedem weiteren Kind einfach wieder verwendet werden.


Schwimmwindeln

Shop Schwimmwindeln

Mit unseren Schwimmwindeln schonst du die Umwelt zusätzlich dadurch, dass dein Kind die Badewindel immer wieder verwenden und später an Geschwisterkinder weitervererben kann. So entsteht nicht nur weniger Abfall, sondern du sparst auch eine Menge Geld.

Wir haben auch Schwimmwindeln aus recyceltem Plastikmüll aus dem Meer haben!

Weitere Infos dazu bekommst du auf unserer Produktseite zu den Schwimmwindeln und in Kürze auch hier im Blog.


Taschentücher

Shop Taschentücher

Wusstest du…

...dass jeder im Durchschnitt mindestens einmal am Tag zum Taschentuch greift – sei es um sich die Nase zu putzen, die Brille oder das Handydisplay zu putzen, Kindertränen zu trocken oder den Kakaoklecks wegzuwischen?

...dass fast jeder zweite gefällte Baum für Papierprodukte verwendet wird, darunter eben auch für Papiertaschentücher, die einmal genutzt und dann weggeworfen werden?

...dass Papier-Produkte für die Hygiene bis zu 60 % aus Zellstoff von Eukalyptus-Bäumen aus Brasilien bestehen? Der ursprüngliche Regenwald musste weichen, um ihn durch Eukalyptus-Monokulturen zu ersetzen. Die Folge ist, dass die Urbevölkerung verdrängt wird und durch die Plantagen Flüsse und Brunnen austrocknen.

...dass die CO2-Bilanz bei Stofftaschentüchern weitaus niedriger ist als für die Herstellung von Papieretaschentüchern, selbst wenn sie gewaschen, ggf. im Trockner getrocknet und gebügelt werden müssen?


Stoffbinden und Slipeinlagen

Stoffbinden und Slipeinlagen die man waschen kann - das ist nicht nur super angenehm im Intimbereich, sondern spart auch wirklich viel Müll. Die meisten Frauen verwenden über 40 Jahre ihres Lebens Damenhygieneprodukte. Für mindestens 12 Zyklen im Jahr und all die Tage dazwischen. Schöner, umweltfreundlicher und hautschonender geht es mit Stoff.

Wiederverwendbare Damenhygiene findest du bei unserer Schwestermarke Von Ocker und Rot: www.vonockerundrot.com



Was denkst du? Welche Einwegartikel könnten wir noch durch Mehrwegprodukte ersetzen? Und wo fällt es besonders schwer, auf Einwegartikel zu verzichten?




Weitere Informationen:

https://www.windelmanufaktur.com/de/stoffwindeln/kostenvergleich-stoffwindeln-wegwerfwindeln

https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/abfall-und-recycling/verbrennung/21106.html

Sandra 30. September 2018 at 18:42
Müll kostet Geld, aber Windeln waschen auch. Ich muss das Wasser bezahlen, Abwasser, Waschpulver, Weichspüler. Waschen kostet auch Energie. Zeit ist auch Geld. Dann muss das ganze wieder aufgegangen werden. Die Zeit nehme ich mir für mein Kind. Es reicht ja auch aus wenn jeder nur zwei Kinder in die Welt setzt und nicht zehn.