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Wie Healthy Seas unsere Meere rettet

Wie Healthy Seas unsere Meere rettet
Von WindelManufaktur 23. April 2020 1221 mal angesehen

The beauty of a product doesn't come from its looks - it comes from its story.

(Healthy Seas)

Wir müssen uns nicht großartig anstrengen, um auf der Straße, am Feldweg oder im Park Müll zu finden, ihn aufzuheben und ordentlich zu entsorgen. Doch selbst das wird viel zu wenig getan. Was passiert nun, wenn auf dem Meer ein riesiges Fischernetz zum Beispiel durch einen Sturm verloren geht? Kommt jemand vorbei und sammelt es auf? Nein, natürlich nicht. Es ist eigentlich verheerend, was passiert, aber noch schlimmer ist, dass man sich ja nicht schnell mal bücken und den Abfall in den nächstgelegenen Mülleimer schmeißen kann.

Was passiert ist folgendes:

Das Netz treibt im offenen Meer, verheddert sich irgendwo oder sinkt zu Boden. Während es also umhertreibt, verfangen sich Meeresbewohner – aus dem Wasser und aus der Luft – darin und können sich nicht mehr befreien. Jedes Jahr sind Millionen Tiere davon betroffen. Sie erleiden Verletzungen oder verenden elendig.

Laut WWF gehen allein in der Ostsee jährlich etwa 10.000 Netze oder Teile davon verloren. „Geisternetze machen nach neuesten Studien zwischen 30 und 50 Prozent des Meeresplastiks aus“, so der WWF (Quelle). In den letzten Jahren haben verschiedene Natur- und Umweltschutzorganisationen Projekte gestartet, die Geisternetzte aus den Meeren zu bergen. Der WWF hat zum Beispiel im Sommer 2016 ein 1,5 Tonnen schweres Schleppnetz aus der Ostsee geholt. Aber auch privatwirtschaftliche Unternehmen beteiligen sich mit Projekten an der Lösung des Problems.

Die Mission von Healthy Seas

Wir haben eine Organisation gefunden, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, diese Geisternetze und weiteren Müll aus dem Meer einzusammeln. Freiwillige Taucher gehen dafür in den europäischen Meeren auf Grund – also dort, wo wir wohnen oder wo wir Urlaub machen. Seit 2013 haben sie bereits 510 Tonnen Müll aus dem Wasser gefischt und verfangene Tiere befreit.

Aber es bleibt natürlich nicht bei der Reinigung der Meere. Wenn sich sonst nichts ändert, würde dies ein nie endendes Unterfangen bleiben. Deswegen hat Healthy Seas ihre Arbeit auf drei Säulen aufgebaut:

  1. Einsammeln der Fischernetze
  2. Regenerierung des Meeresmülls zu einer Faser (ECONYL®) und weitere Verarbeitung zu innovativen Stoffen (in Zusammenarbeit mit Aquafil)
  3. Bildungs- und Aufklärungsarbeit

Regeneriertes Nylon für unsere Schwimmwindeln

Der beste Stoff für das Babyschwimmen ist speziell für den Einsatz im Chlor ausgerichteter Stoff. Er sollte nicht nur chlorresistent sein, sondern auch vor der UV-Strahlung der Sonne schützen. Badeanzugstoff, wie wir ihn kennen, besteht typischerweise aus Nylon mit einer Beimischung aus Elasthan.

Nylon war in der Geschichte der Textilindustrie die erste Faser, die vollständig synthetisch aus Kohlenstoff, Wasser und Luft hergestellt wurde. Nylonfasern stecken in Zahnbürsten, in Strumpfhosen, auf Teppichen in Form von „Flor“ und treiben im Meer als Fischernetze umher.

Die Faser, die aus dem Meeresmüll regeneriert wird, ist in unseren Schwimmwindeln enthalten. Wir sind total begeistert von dem Stoff, da er nicht nur wesentlich umweltfreundlicher in der Herstellung, sondern auch von einer exzellenten Qualität ist. Mehr über die ECONYL® -Faser erfährst du hier. Warum sich Stephanie für eine Schwimmwindel aus ECONYL® entschieden hat, kannst du in ihrem Blogartikel nachlesen.

Healthy Seas erreicht damit, dass einmal hergestellte Erzeugnisse auch nach ihrem Ableben in ein Kreislaufsystem überführt werden können. Sie verhindern weitestgehend, dass für neue Produkte neue Ressourcen benötigt werden.

Denn mit jeder Tonne regenerierter Faser werden
7 Fässer Rohöl gespart und 57 Tonnen CO2-Emissionen vermieden.

Dieses eindrucksvolle Video fasst ihre wundervolle Arbeit zusammen:

Auf ihrem YouTube-Kanal findest du noch weitere Video-Berichte über ihre Aktionen.

Nun sind die Errungenschaften von Healthy Seas nur ein kleines Puzzleteil. Insgesamt landen jährlich ca. 640.000 Tonnen an Fischerei-Ausrüstung im Meer. Jedoch lässt sich das Konzept von Healthy Seas einfach auf andere Meeresgebiete übertragen, wie auch schon in Neuseeland geschehen. Das ist ihre Mission, die wir sehr gerne unterstützen.

Aus dem Erlös jeder verkauften ECONYL®-Schwimmwindel spenden wir einen Anteil an Healthy Seas. Natürlich freuen wir uns, wenn du auch darüber hinaus Healthy Seas unterstützt!

Bildcredit: Karolin Glatte