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26.01.13

Breit wickeln: Warum du mit Stoffwindeln für eine gesunde Entwicklung der Babyhüfte sorgen kannst

In diesem Blogbeitrag verraten wir dir, warum das breite wickeln mit Stoffwindeln bei Neugeborenen sinnvoll ist.


Gerade bei Mädchen ist eine leichte Hüftdysplasie im Säuglingsalter keine Ungewöhnlichkeit (laut Wikipedia ist sie sechs Mal häufiger als bei Jungs). Da Stephanie, die Gründerin der WindelManufaktur, selbst eine Hüftdysplasie hat, kennt sie die ganzen Horrorgeschichten von Spreizhosen, Hüftschienen und Co. Inzwischen gibt es da verträglichere Spreizhosen als noch vor 30 Jahren, aber Stoffwindeln können bei leichten Hüftdysplasien ebenfalls sehr hilfreich sein.

Das Skelett von Neugeborenen ist noch nicht vollständig verknöchert, teilweise ist es knorpelig. Zu diesen noch nicht verknöcherten Teilen gehört auch die Hüfte, sie wird dann “unreif” genannt.


Auf Wikipedia steht dazu:

“Dies wäre von Natur aus nicht weiter schlimm, denn das Kind bringt die genannten Reflexe mit, die es beim Hochheben automatisch die Anhock-Spreizstellung und den gerundeten Rücken einnehmen lassen. Auf der Hüfte – dem von Natur aus zum Tragen des Säuglings vorgesehenen Platz – sind die Oberschenkel des Kindes in einem Winkel von 100° bis 110° (Oberschenkel im Vergleich zum gestreckten Bein, der Oberschenkel ist also weit angehoben, nicht wie beim Sitzen etwa 90°, sondern eben 100–110°) angehockt, und die Spreizung der Beine hat einen Winkel von ungefähr 45° (Winkel Oberschenkel–Beckenmitte/Hüftgelenk). In dieser Stellung drücken die Köpfe der Oberschenkelknochen ins Zentrum der Hüftpfannen. Die Belastung der Pfannenränder ist gleichmäßig verteilt. Die Verknöcherung kann optimal – ohne Verformungen – erfolgen. Es bilden sich gut ausgebildete Schenkelköpfe und Hüftpfannen. In anderen Stellungen dagegen, etwa mit hängenden Beinen, drücken die Köpfe der Oberschenkelknochen an die noch knorpeligen und damit verformbaren Pfannenwände und -ränder, und Verformungen an Oberschenkelknochen-Köpfen und Rändern der Hüftpfannen können die Folge sein.[2]

Nicht nur die Knochen, auch die Bänder und Muskeln profitieren von der Anhock-Spreiz-Haltung. In dieser sind Muskeln und Bänder der Beine in Ruhestellung und werden nicht gedehnt. Die Bewegung während des Tragens fördert außerdem die Durchblutung von Knochen und Gelenken sowie Muskeln – und damit die raschere und bessere Verknöcherung und frühere Kräftigung der Muskeln.”


Zur unterstützenden Behandlung von Hüftdysplasie kann das Wickeln mit Stoffwindeln neben dem Tragen im Tragetuch sinnvoll sein.



Das Tragen der Kinder in dieser Anhock-Spreiz-Haltung fördert also die Bildung gesunder Hüften und kann zur Prävention und als unterstützende orthopädische Behandlung eingesetzt werden. Wickeln mit Stoff fördert das zusätzlich. Die festere und breitere Stoffwindel (im Vergleich zur Wegwerfwindel) garantiert eine Spreizung der Beine auch dann, wenn das Baby beispielsweise im Kinderwagen oder im Bettchen liegt.

Da Babys in den ersten Wochen rasant wachsen, können schon kleine Maßnahmen wie Breitwickeln einen großen Effekt haben! Im Vergleich zu Wegwerfwindeln sind Stoffwindeln optimal um Babys breit zu wickeln.


→ Weitere Informationen zum Thema Hüftdysplasie bei Babys

→ Wie du bei Wegwerfwindeln breit wickelst


Es gibt sicher viele Eltern, die sich wegen nicht optimaler Hüftwerte Sorgen machen. Die Kinderärzte hier in Sachsen empfehlen das Breitwickeln generell für Neugeborene. Auch in anderen Bundesländern ist das Hüftgelenk-Screening zum dauerhaften Bestandteil der Vorsorge geworden. Falls dein Kind also Spreizhosen bekommen soll, Frage den Kinderarzt, ob auch Stoffwindeln ausreichen.



Wenn du eine individuelle Beratung möchtest und noch Fragen hast, dann wende dich gern an unseren Kundenservice ([email protected]) oder besuche uns immer Mo-Fr von 08:00-15:00 Uhr in unserem Atelier auf der Großenhainer Straße 32, 01097 Dresden.