Stoffwindeln waschen - Wissen komplett
- Stoffwindeln richtig waschen - Das komplette Wissen
- Die Waschregeln - kurz und knapp
- Wenn du mehr über das Waschen wissen willst
- Was landet in der Windel, wovon sie wieder gereinigt werden muss?
- Wie funktioniert die Waschmaschine?
- Das richtige Waschprogramm auswählen
- Das Waschmittel - Wirksamkeit, Dosierung, Auswahl
- Weitere Tipps zum Waschen und Trocknen
- Pflegesymbole zum Waschen und Trocknen
- Wenn du alles über das Waschen wissen möchtest
- Verbreitete Annahmen über das Windelnwaschen
- Fehlerbehebung - Troubleshooting
- FAQ - Stoffwindeln waschen und pflegen
- Quellen
Stoffwindeln richtig waschen - Das komplette Wissen
(Lesezeit 45 Minuten)
Der größte Unterschied zur Einwegwindel ist schlichtweg, dass die Stoffwindel gewaschen wird. Logisch. Für viele stehen hinter dem Waschen deswegen die größten Fragezeichen. Wir zeigen dir mit einfachen Mitteln auf, wie deine Windeln am besten sauber und gepflegt bleiben.
Willst du alles über Windelwäsche wissen? Dann lies einfach weiter. Du findest auf unseren Seiten wirklich jedes Detailwissen zum Waschen und Trocknen. Auf unseren anderen Seiten findest du alles über das Lagern von benutzten Windeln und das Waschen und Pflegen von Wolle.
Die Waschregeln - kurz und knapp
Es gibt vier Grundregeln, die du beachten solltest, damit deine Stoffwindeln sauber werden und intakt bleiben. Für alle Windeln, die mit Urin oder Stuhl in Kontakt gekommen sind, gilt die folgende Waschroutine:
- Gebrauchte Windeln so, wie sie sind, für maximal drei Tage in trockener Umgebung lagern. Bitte nicht in Wasser oder mit Wasser getränkten Stoffen!
- Vorwäsche oder Feinspülen inklusive Abpumpen wählen.
- Koch- und Buntwäscheprogramm oder Baumwollprogramm bei 60 °C, wenn möglich mit Wasserplus wählen; mäßig schleudern (800-1.000 Umdrehungen). Bitte kein Öko- oder Sparprogramm wählen!
- Vollwaschmittel Pulver verwenden, da Sauerstoffbleiche darin schon enthalten ist. An die Wasserhärte anpassen und bei Bedarf Enthärter zugeben und für weiches Wasser dosieren.
- Zügig trocknen (wenn trocknergeeignet: Schontrocknen).
Innenwindeln kannst du ausnahmsweise und nur bei leichten Verschmutzungen auch mal mit deiner normalen Kleidung bei 30-40 °C waschen. Ein Wäschenetz ist dabei empfehlenswert, es schützt die PUL-Stoffe vor mechanischen Verletzungen.
Wollprodukte dürfen nicht in die normale Wäsche. Diese wäschst du im Wollprogramm oder per Hand mit Wollwaschmittel oder milder Seife.
Ganz genaue Waschempfehlungen für unsere WindelManufaktur Produkte findest du in einer übersichtlichen Tabelle in unserer Gebrauchsanleitung mit allem, was wichtig ist.
Waschmittel: Unsere Einlagen sind äußerst langlebig. Deswegen fällt es uns besonders auf, wenn wir von Kund*innen Rückmeldungen über einen frühzeitigen Verschleiß bekommen. Dieser scheint durch Waschmittel mit dem Inhaltsstoff Aloe Vera begünstigt zu werden.
Wenn du mehr über das Waschen wissen willst
Du hast schon so viel Widersprüchliches im Internet gelesen und bist nun verunsichert? Du liebst es, die Dinge umfassend zu verstehen?
Waschen ist ein ganz spannendes Wissensfeld. Dabei gibt es unheimlich viele Aspekte, die beim Waschen zusammenkommen, so dass man schnell den Überblick verliert. Wir haben für dich bis ins Detail recherchiert, wie du
- sauber,
- sparsam und
- umweltfreundlich wäschst.
Dabei berufen wir uns ausschließlich auf gesicherte Quellen. Wir laden dich herzlich ein, dich darauf einzulassen.
Um das Waschen zu verstehen, benötigst du zuerst etwas Hintergrundwissen. Hierzu möchten wir die folgenden drei Fragen klären:
- Was landet in der Windel, wovon sie wieder gereinigt werden muss?
- Wie funktioniert die Waschmaschine?
- Welche Inhaltsstoffe im Waschmittel sind waschwirksam?
Wenn du die Antworten auf diese drei Fragen verstehst, kannst du nicht nur deine Stoffwindeln perfekt waschen, sondern auch jedes andere Kleidungsstück.
Was landet in der Windel, wovon sie wieder gereinigt werden muss?
Weißt du eigentlich, was in der Windel landet? Klar, denkst du jetzt. Aber was genau ist das, wovon die Windel gereinigt werden muss?
Urin
Urin besteht hauptsächlich aus Wasser, Harnstoff und Salzen. Er ist leicht sauer.
Stuhl
Stuhl besteht hauptsächlich aus Ballaststoffen, Unverdautem wie Fetten, Stärke, Gewebsfasern und Proteinen. Außerdem ist im Stuhl der Farbstoff Bilirubin enthalten. Dieser verursacht die Flecken in den Windeln. Das heißt, auch fleckige Windeln können trotzdem sauber sein und verwendet werden.
Hautpflegemittel
Zusätzlich zu den Ausscheidungen kommen eventuell noch Hautpflegemittel, die mit der Windel in Kontakt gekommen sind. Meistens sind es Cremes, in denen Fette, Öle und vielleicht auch Zinkoxid enthalten sind.
Wie funktioniert die Waschmaschine?
Wusstest du, dass es eine Waschformel gibt? Diese nennt sich „Sinnerscher Kreis“ [1] und hat sich schon seit ungefähr 60 Jahren bewährt. Sie beschreibt den Einfluss von vier Faktoren auf das Reinigungsergebnis:
- Mechanik der Waschmaschine (das Drehen der Wäschetrommel und das Aneinanderreiben der Wäsche)
- Chemie (das Waschmittel)
- Temperatur
- Zeit (die Einwirkzeit)
Hinzu kommt noch Wasser, durch das die vier Faktoren erst wirksam werden. Alle Faktoren wirken bei der Wäschereinigung zusammen. Änderst du einen dieser Parameter, kannst du ihn durch Veränderung eines anderen ausgleichen. Damit erzielst du das gleiche Waschergebnis. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat hierzu ein wunderbar anschauliches Video veröffentlicht:
Das bedeutet: Wäschst du bei niedrigen Temperaturen, muss die Maschine länger laufen, damit die Wäsche sauber wird. Mit diesem Prinzip werden Waschprogramme konzipiert. Wenn du also ein 60°C-Eco-Programm hast, wird es nicht bei 60°C waschen, sondern die Waschzeit verlängern, um die Temperatur auszugleichen. Dadurch werden Energie und Kosten gespart. Beim Waschen von Saugeinlagen solltest du trotzdem auf Energiesparprogramme verzichten, da die Waschtemperatur von 60°C für die hygienische Reinigung von Stoffwindeln wichtig ist.
Das richtige Waschprogramm auswählen
Vorwaschen
Wir empfehlen, vor dem Hauptwaschprogramm eine Vorwäsche zu schalten. Wichtig ist, dass das Wasser nach der Vorwäsche abgepumpt wird. Wenn dein Vorwaschprogramm dies nicht tut, kannst du auch ein Feinspülprogramm wählen. Die Vorwäsche hat mehrere Vorteile:
- Der Urin wird bereits größtenteils ausgespült.
- Eventuelle Stuhlreste werden ausgespült.
- Die Stofffasern werden eingeweicht und entspannen sich. Dadurch kann sich der Schmutz auf den Fasern leichter lösen.
Achte darauf, dass das Waschmittel im Vorwaschprogramm noch nicht zum Einsatz kommt.

Koch- und Buntwäscheprogramm
Saugeinlagen solltest du im Baumwoll- oder Kochwäscheprogramm waschen. Dieses nutzt die ideale Kombination aus Temperatur, Zeit und Mechanik. Besonders mehrlagiges Saugmaterial muss gut durchgewalkt werden. Dies ist in anderen Programmen nicht immer gewährleistet.
Die Maschine füllst du nicht zu voll (am besten sollte noch eine Handbreit Platz sein), damit die Windeln genug Bewegung bekommen. Bitte beachte hier die Herstellerangaben für die maximale Zuladung.
Waschtemperatur
Saugmaterial, welches mit Urin oder Stuhl in Kontakt gekommen ist, wäschst du grundsätzlich bei 60°C, damit es restlos sauber wird.
Hochwertiges PUL, also Innenwindeln, Überhosen und Wetbags, kannst du regelmäßig im gleichen Programm waschen. Sie können aber auch zur 30-40°C Buntwäsche hinzugefügt werden.
Bei dreiteiligen Systemen (Ai3) kannst du die Außenteile immer mit der Buntwäsche zusammen waschen.
Handwäsche
Manche besonders empfindliche Materialen erfordern eine Handwäsche, dazu gehören Wolle und Seide. Das passende Zeichen am Waschetikett ist

Bei der Handwäsche wird bei maximal 40°C, mit viel Wasser und möglichst wenig Mechanik mit einem sanften Waschmittel per Hand gewaschen und anschließend mit viel Wasser ausgespült. Waschmaschinen verfügen über Programme, die eine Handwäsche nachstellen können. Dabei dreht die Trommel nicht komplett. Sie wiegt die Wäsche vorsichtig hin und her.
Bei Windeln kommen größtenteils Wollprodukte mit dieser Waschkategorie zum Einsatz. Tipps und Tricks hierzu findest du auf unserer Ratgeberseite zur Wollpflege.
Schleudern
Die Umdrehung fürs Schleudern der Windelwäsche reduzierst du auf 1.000 Umdrehungen. So sparst du Energie und verminderst Abnutzung. Die Einlagen bekommen trotzdem genügend Bewegung, um anschließend zügig zu trocknen.
Wolle schleuderst du auf der geringsten verfügbaren Schleuderzahl (meistens 800 Umdrehungen), da sie sonst verdichten kann. Einige Wollprodukte vertragen auch höhere Schleuderzahlen gut. Beachte bitte dazu die Angaben der Hersteller.
Energie- und Wasserverbrauch
Viele scheuen sich vor dem Gebrauch von Stoffwindeln, da sie einen hohen Energie- und Wasserverbrauch beim Waschen befürchten. Sie wissen aber nicht genau, wie hoch der Verbrauch überhaupt ist. Hier ist ein Rechenbeispiel:
Nehmen wir an, du wickelst dein Kind über 3 Jahre und wäschst deine Windeln separat alle drei Tage die Woche. Du hast eine moderne Durchschnittsmaschine, deren Abnutzung wir aus dem Kaufpreis und einer Lebensdauer von 10 Jahren, beziehungsweise 1.840 Waschzyklen berechnen. Du verwendest ein herkömmliches Waschmittel aus der Drogerie, welches normal dosiert wird. In der Übersicht siehst du zum einen den Verbrauch von Strom und Wasser sowie die Kosten, die sich daraus ergeben.
Damit du die Zahlen in ein Verhältnis zum Gesamtverbrauch setzen kannst:
- Der durchschnittliche Energieverbrauch eines 3-Personen-Haushaltes liegt bei 4.200 kWh pro Jahr [2].
- Beim Wasserverbrauch sind es ca. 123 l pro Person und Tag [3], das heißt 134.685 l pro Jahr.
Das Stoffwindelnwaschen macht also lediglich 4-5 % des gesamten Verbrauchs aus. Selbst ein sparsamer Trockner würde hier noch weniger zu Buche schlagen als zum Beispiel Heizkosten. Durch die Anzahl der Windeln kannst du die gesamte Waschhäufigkeit reduzieren. Bei getrennten Windelteilen kannst du Vieles mit deiner normalen Buntwäsche zusammen waschen. Ein dreiteiliges System ist dabei am vorteilhaftesten.
Für deine eigene Waschmaschine kannst du dir das ganz leicht mit der Tabelle aus unserem Artikel zum Kostenvergleich Stoffwindeln vs. Wegwerfwindeln ausrechnen.
Auf unserer Seite zur Ökobilanz kannst du dich ausführlich über den Vergleich von Stoffwindeln und Wegwerfwindeln informieren.
Das Waschmittel - Wirksamkeit, Dosierung, Auswahl
Das Waschmittel hat drei Hauptaufgaben.
- Es löst den Schmutz aus den Fasern (waschaktive Substanzen und Enzyme).
- Es verhindert, dass die gelösten Stoffe sich noch während des Waschvorgangs wieder auf den Fasern absetzen (Inhibitoren).
- Es verhindert, dass sich Salze aus dem Waschwasser auf den Fasern absetzen (Enthärter).
Zusätzlich sind oftmals weitere Inhaltsstoffe enthalten:
- Wasserschäumung regulieren: Seifen und Silikone
- pH-Wert erhöhen, damit Fasern aufquellen und sich Schmutz besser löst: Waschalkalien
- Flecken behandeln: Sauerstoffbleichmittel
- Weißes weißer machen: optische Aufheller
- Fasern glätten: Enzym Cellulase
- Wäsche duften lassen: Duftstoffe
- Waschmittel rieselfähig und haltbar machen: Stellmittel/Konservierungsstoffe
Du willst noch genauer wissen, welche Inhaltsstoffe in Pulver- und Flüssigwaschmitteln enthalten sind? Dann scroll weiter runter in den nächsten Abschnitt mit allen Detailinfos über Waschmittel.
Wie das Waschmittel bei Stoffwindeln wirkt
In dieser Tabelle haben wir aufgelistet, welche Stoffe aus den Windeln mithilfe des Waschmittels entfernt werden können:

Diese Inhaltsstoffe sind in der Regel in einem Pulvervollwaschmittel vorhanden. Das darin enthaltene Sauerstoffbleichmittel wirkt zusätzlich desinfizierend.
Auf die richtige Dosierung kommt es an
Wichtig ist, dass du auf die Dosierung achtest und den Empfehlungen des Waschmittelherstellers folgst. Die Dosierung richtet sich immer nach der Wasserhärte. Denn die waschaktiven Substanzen können nur wirken, wenn die Salze aus dem Waschwasser nicht im Weg sind. Je härter das Wasser ist, desto mehr Wasserenthärter wird benötigt. Die Wasserhärte kannst du bei deinem Versorgungsunternehmen erfragen.

Für weiches Wasser benötigst du keinen Enthärter zusätzlich zum Vollwaschmittel, da dieser ausreichend darin enthalten ist. Ab mittel-hartem Wasser empfehlen wir, zusätzlich Enthärter zum Waschmittel hinzuzugeben. Du dosierst dann für weiches Wasser und sparst dadurch am Waschmittel. Die waschaktiven Substanzen wirken nämlich schon in der niedrigen Dosierung.
Bei sehr hartem Wasser kannst du auch noch flüssigen Entkalker (z. B. auf Milchsäure-Basis) ins Weichspülfach geben. Dieser entkalkt das Spülwasser, welches nach dem Waschvorgang neu eingespült wird. So läufst du nicht Gefahr, dass sich erneut Salze auf den frisch gewaschenen Windeln absetzen. Ein weiterer positiver Effekt: Sie werden dadurch weicher.
Beim Windelnwaschen ist die Beachtung der Wasserhärte besonders wichtig. Zu wenig Enthärter führt früher oder später zu „Stinkewindeln“. Die Salze des Waschwassers verbinden sich mit der Seife des Waschmittels und lagern sich als Kalkseife auf den Fasern ab. Zusätzlich binden sich Keime und andere Rückstände daran. Diese riechen besonders stark im erneuten Kontakt mit Urin.
Waschmittelauswahl – konventionell oder öko?
Im Handel erhältst du konventionelles Waschmittel und Öko-Waschmittel.
Öko- oder Bio-Waschmittel enthalten
- pflanzliche oder mineralische Inhaltsstoffe
- natürliche Duftstoffe aus ätherischen Ölen
- recyceltes oder recyclebares Verpackungsmaterial
und vermeiden im Gegensatz zu vielen konventionellen Waschmitteln
- Inhaltsstoffe auf Erdölbasis oder tierischen Ursprungs (oder an Tieren getestete Inhaltsstoffe)
- gentechnisch hergestellte Enzyme
- Zusatzstoffe
- umweltbelastende Stoffe wie Mikroplastik
Oft werden Öko-Waschmittel nach dem Baukastenprinzip angeboten. So stellst du das Waschmittel passgenau zur Wäsche zusammen. Prüfe immer die Angaben des Herstellers, da der Begriff Öko-Waschmittel oder Bio-Waschmittel nicht geschützt ist.
Konventionelle Waschmittel waschen Windeln zuverlässig sauber. Bestimmte Zusatzstoffe solltest du möglichst vermeiden: EDTA (Ethylendiamintetraacetat), Phthalate, Triclosan oder synthetische Duftstoffe. Diese sind schwer abbaubar. Mehr Informationen zum Thema Duftstoffe im Waschmittel findest du beim Umweltbundesamt.
Waschmittel aus gesundheitlichen Gründen auswählen
Folgende Inhaltsstoffe werden bei Neurodermitis oder Asthma möglicherweise schlecht vertragen oder können Allergien auslösen:
- synthetische Duftstoffe
- optische Aufheller
- synthetische Tenside
- Bleichmittel auf Chlorbasis
- Konservierungsstoffe
- ätherische Öle
Deswegen solltest du besonders darauf achten, wenn die Haut deines Kindes empfindlich reagiert.
Waschmittel der Umwelt zuliebe auswählen
Waschmittel belastet grundsätzlich Kläranlagen und Gewässer [4]. Du kannst mit der Beachtung der Inhaltsstoffe und der Herstellungsmethoden aber wesentlich beeinflussen, wie stark du damit die Umwelt belastest. Umweltfreundliche Waschmittel erkennst du z. B. an dem Ecolabel, der sogenannten Euroblume oder dem Blauen Engel. Außerdem lohnt sich immer ein Blick auf die Inhaltsstoffe.

Fleckenbehandlung mit der Kraft der Sonne
Flecken musst du nicht unbedingt behandeln. Sie sind kein Anzeichen für ungenügende Reinigungsleistung. Meistens verschwinden sie bei einer 60°C Wäsche von selbst. Stuhlflecken, auch vom Muttermilchstuhl, enthalten Bilirubin. Dieses zersetzt sich im Sonnenlicht. Zur Fleckenbehandlung legst du den feuchten Stoff am besten mehrere Stunden in die Sonne. Das klappt auch ohne direkte Sonneneinstrahlung, was vorteilhaft bei PUL und Wolle ist. Wollhaare bzw. die Beschichtung werden sonst durch starke Hitze auf Dauer spröde.
Alle anderen Flecken kannst du mit (veganer) Fleckenseife bzw. Gallseife oder biologisch unbedenklichem Fleckenspray behandeln. Flecken auf Wolle kannst du oft mit einem feuchten Lappen entfernen. Auch das Einweichen in kaltem Wasser mit Olivenkernseife löst Flecken zuverlässig aus Wolle.
Mit 60 °C hygienisch rein
Viele Waschgewohnheiten von früher sind längst überholt. Dank moderner Waschmaschinen und Waschmittel ist Waschen heutzutage so einfach wie noch nie. Für Stoffwindeln gilt: Statt wie früher bei 90°C, reichen heute 60°C vollkommen aus. Lediglich, wenn dein Baby einen ansteckenden Infekt oder Soor hat(te), gibst du einen EL Sauerstoffbleiche zusätzlich zum Vollwaschmittel. Dieses reicht in Kombination mit 60°C aus für eine desinfizierende Wäsche. [6]
Ein Hygienespüler ist unnötig, belastet die Umwelt und löst möglicherweise allergische Reaktionen aus. Zum Desinfizieren kannst du ebenso gut umweltfreundliche Sauerstoffbleiche verwenden.
Fleckenbehandlung mit der Kraft der Sonne
Flecken musst du nicht unbedingt behandeln. Sie sind kein Anzeichen für ungenügende Reinigungsleistung. Meistens verschwinden sie bei einer 60°C Wäsche von selbst. Stuhlflecken, auch vom Muttermilchstuhl, enthalten Bilirubin. Dieses zersetzt sich im Sonnenlicht. Zur Fleckenbehandlung legst du den feuchten Stoff am besten mehrere Stunden in die Sonne. Das klappt auch ohne direkte Sonneneinstrahlung, was vorteilhaft bei PUL und Wolle ist. Wollhaare bzw. die Beschichtung werden sonst durch starke Hitze auf Dauer spröde.
Alle anderen Flecken kannst du mit (veganer) Fleckenseife bzw. Gallseife oder biologisch unbedenklichem Fleckenspray behandeln. Flecken auf Wolle kannst du oft mit einem feuchten Lappen entfernen. Auch das Einweichen in kaltem Wasser mit Olivenkernseife löst Flecken zuverlässig aus Wolle.
Mit 60 °C hygienisch rein
Viele Waschgewohnheiten von früher sind längst überholt. Dank moderner Waschmaschinen und Waschmittel ist Waschen heutzutage so einfach wie noch nie. Für Stoffwindeln gilt: Statt wie früher bei 90°C, reichen heute 60°C vollkommen aus. Lediglich, wenn dein Baby einen ansteckenden Infekt oder Soor hat(te), gibst du einen EL Sauerstoffbleiche zusätzlich zum Vollwaschmittel. Dieses reicht in Kombination mit 60°C aus für eine desinfizierende Wäsche. [6]
Ein Hygienespüler ist unnötig, belastet die Umwelt und löst möglicherweise allergische Reaktionen aus. Zum Desinfizieren kannst du ebenso gut umweltfreundliche Sauerstoffbleiche verwenden.
Textilien, die mir Urin und Stuhl in Kontakt kommen, sollten regelmäßig bei 60°C gewaschen werden. Manchmal "meint man es gut" und möchte die Sachen lieber nur bei 40°C waschen - aber in diesem Fall ist das kontraproduktiv. Die Produkte halten länger und du hast länger Freude daran wenn sie hygienisch sauber werden.
Weitere Tipps zum Waschen und Trocknen
Einwaschen: Damit das Saugmaterial wirklich gut saugt
Vor der ersten Benutzung solltest du alle Produkte mindestens einmal bei mind. 30°C in der Waschmaschine waschen, um Rückstände von der Produktion zu entfernen.
Damit das Saugmaterial seine volle Saugkraft entfaltet, wäschst du es vor der Benutzung mehrmals ein. Hierfür kannst du es z. B. auch zusammen mit deiner Buntwäsche bei 30°C waschen. Saugmaterial geht beim Waschen etwas ein. Wichtig ist, dass es nach dem Waschen jeweils komplett durchtrocknet. Du kannst die Windel auch schon nach der ersten Wäsche verwenden. Rechne aber damit, dass sie noch nicht ihre volle Saugleistung erreicht hat und schneller gewechselt werden muss.
Windeln unterwegs waschen
Wenn du auf Reisen keine Waschmaschine zur Verfügung hast, gibt es auch andere Möglichkeiten, die Windeln wieder sauber zu bekommen. Wir haben dir in unserem Blogartikel zu Stoffwindeln im Urlaub ein paar Tipps zusammengestellt.
Die richtige Waschmaschinenpflege
Viele Eltern beschäftigen sich erst durch das Waschen der Stoffwindeln intensiver mit ihrer Waschmaschine. Wie du weißt, kann die Maschine auch bei niedrigen Temperaturen sauber waschen. Möglicherweise bildet sich dadurch aber in Verbindung mit Kalkseife ein Biofilm oder sogar Kalkablagerungen auf den Leitungen. Deswegen solltest du die Waschmaschine regelmäßig reinigen. Dafür empfehlen wir Folgendes:
- Einmal im Monat ein 90°C-Programm ohne Wäsche und Waschmittel durchlaufen lassen, ggf. mit speziellem Waschmaschinenreiniger.
- Gummidichtungen regelmäßig auswischen (Essig vermeiden – es macht Gummis spröde!).
- Spülfach und Flusensieb regelmäßig reinigen.
- Grundsätzlich bei jeder Wäsche Enthärter der Wasserhärte entsprechend verwenden.
Bitte beachte immer die Pflegehinweise des Herstellers.
Im Trockner oder auf der Leine trocknen
Das optimale Trocknen der Stoffwindeln nach dem Waschen richtet sich nach Material und Pflegesymbol. PUL und Wolle sind dabei besonders empfindlich, Baumwolle ist eher robust.
Wichtig ist, dass die Windelwäsche und besonders das Saugmaterial nach dem Trocknen keine Restfeuchte enthalten, die zu Bakterienbelastung führen kann.
Saugmaterial kann in den Trockner, der Rest auf die Leine
Grundsätzlich belastet eine Trocknung im Trockner sowohl Fasern als auch Umwelt. Stoffwindeln verschleißen im Trockner wesentlich schneller als leinengetrocknet. Wenn du die Einzelteile trennen kannst, trockne die beschichteten und nichtsaugenden Stoffe (PUL, TENCEL™ Lyocell, Liner) am besten auf der Leine. Andernfalls prüfe die Pflegehinweise des Herstellers, ob die Windel in den Trockner darf.
Saugmaterial kannst du im Trockner im Schontrocknen-Programm trocknen. Besser ist es, wenn du es lediglich im Trockner antrocknest und dann auf die Leine hängst. So wird der Stoff weich und die Fasern geschont.
Wolle sollte nicht in den Trockner, da sie bei Temperaturschwankungen und Bewegung verfilzt.
Was beim Leinentrocknen von Stoffwindeln zu beachten ist
Beim Trocken auf der Leine wird die Windelwäsche eher hart. Das tut ihrer Funktion keinen Abbruch und die meisten Kinder stört es auch nicht. Wenn du die Wäsche weicher bevorzugst, kannst du sie einmal durchkneten oder über eine Kante ziehen.
Grundsätzlich macht Wind beim Leinentrocknen die Wäsche etwas weicher und die Sonne bleicht Flecken aus. Dazu trocknen gerade Mullwindeln und andere dünne Einlagen sehr schnell draußen, weshalb sich das Leinentrocknen wirklich lohnt.
Bei beschichteten Stoffen und Wolle sind direkte, lange Sonneneinstrahlung (Hitzegefahr) und Trocknen auf dem Heizkörper (Spröde) tabu.
Wollprodukte legst du zum Trocknen z. B. auf einem Handtuch hin, damit sie ihre Form behalten.
Pflegesymbole zum Waschen und Trocknen
Die Pflegesymbole zum Reinigen von Kleidung werden international genutzt. Es handelt sich dabei um die Hinweise zur Waschtemperatur, Trocknung und Pflege von Textilien, die eingehalten werden sollen. Für unsere Produkte sind die folgenden Symbole von Bedeutung:
Waschen bei 60 °C
Waschen bei 40 °C
Waschen bei 30 °C
Handwäsche
Trommeltrocknen niedrige Temperatur (schonend)
Nicht im Trommeltrockner trocknen
Nicht bügeln
Nicht chemisch reinigen
Wenn du alles über das Waschen wissen möchtest
Welche Sorten von Waschmittel gibt es?
- Vollwaschmittel (auch Universalwaschmittel oder Kochwaschmittel genannt) sind für alle Temperaturbereiche (20°C bis 95°C), die meisten Textilien und Waschverfahren geeignet. Sie enthalten Bleiche und sind somit besonders für weiße Wäsche geeignet.
- Buntwaschmittel (auch Colorwaschmittel genannt) sind für bunte Textilien und Waschtemperaturen von 20°C bis 60°C
- Feinwaschmittel sind für die Waschtemperatur von 30°C und für die Maschinenwäsche und Handwäsche von empfindlichen Materialien. Sie enthalten keine Bleichmittel und optische Aufheller, dafür aber verstärkt Enzyme und Seife. Höhere Temperaturen zerstören die enthaltenen Enzyme.
- Spezialwaschmittel für Wolle, Seide, Daunen, Sport- und Membrantextilien oder Windeln sind in der Regel für niedrige Temperaturen geeignet.
- Baukastenwaschmittel bestehen aus den einzelnen Komponenten eines Vollwaschmittels, die individuell dosiert werden können. Diese Komponenten sind Enthärter, der angepasst an die Wasserhärte dosiert werden kann, Waschtenside und Sauerstoffbleiche. Die Hersteller Sodasan, Sonett, Klar und passt! bieten ein solches System an. Diese Form von Waschmittel eignet sich, wenn du hartes Wasser hast und somit einzelne Teile wie den Enthärter individuell dosieren möchtest. Je nach Verschmutzungsgrad kannst du das Grundwaschmittel und die Bleiche dosieren.
Was ist in Waschmittel enthalten?
- Tenside sind der waschaktive Hauptbestandteil von Waschmitteln. Sie lösen den Schmutz von Textilien ab oder verhindern die Wiedereinlagerung auf der Textilfaser und machen, je nach Waschmittel, einen Anteil von rund 20 bis 30%. Sie sorgen dafür, dass sich nicht mischbare Stoffe wie Öl und Wasser fein vermischen lassen und helfen so beim Abtransport von Schmutz. Moderne Vollwaschmittel enthalten oft eine Kombination von mehreren Tensiden, beispielsweise eine Kombination von LAS und FAEO, sowie ein geringer Anteil Seife. Die meisten anionischen Tenside werden leider aus Erdöl gewonnen, da sie sehr effektiv sind, mittlerweile setzen viele Hersteller aber auch auf nichtionische Zuckertenside aus nachwachsenden Rohstoffen. Bei Waschbär findest du zum Beispiel noch mehr Infos zu Tensiden.
- Wasserenthärter erzeugen weiches Wasser, indem sie kalkhaltiges Wasser neutralisieren. Zwar bilden sich bei heutigen Tensiden ohnehin meist keine Kalkseifen mehr, allerdings schädigen die beim Trocknen entstehenden Calcium- und Magnesiumsalze die Textilstrukturen. Wasserenthärter verhindern Kalkablagerungen in der Waschmaschine und verbessern die Tensid-Eigenschaften. Mineralische Enthärter in Pulverform wie Zeolith A, Schichtsilikate und Citrat sowie Soda sind die gängigsten Inhaltsstoffe. Hier gibt es mehr Infos zum Thema Wasserenthärter.
- Waschalkalien können verschiedene Chemikalien beinhalten, wie Natriumcarbonat, und erhöhen den pH-Wert der Waschlauge. Damit quellen die Fasern auf und der Schmutz lässt sich leichter ablösen.
- Enzyme können in geringen Mengen in Waschmittel enthalten sein und spalten Schmutzstoffe B. für die Entfernung von Eiweiß-, Stärke- und fetthaltigen Flecken. Sie sind meist von genmanipulierten Mikroorganismen hergestellt, Verdauungsenzyme aus Tierorganen werden nur noch in Gallseife (gibt es auch als vegane Version) verwendet. Das Enzym Amylase ist zum Abbau von Stärke geeignet und entfernt so zum Beispiel Kakao aus Textilien. Protease baut Eiweiße ab, entfernt also auch Blutflecken. Lipase baut Fette wie Butter und Öl ab, greift aber Wolle und Seide an. Cellulase entfernt kleine Fasern durch den Abbau von Cellulose und macht die Textilien glatter und weicher. Dieses Enzym kann zum höheren Verschleiß von Pflanzenfasern basierten Textilien wie Bambusviskose und TENCEL™ Lyocell führen.
- Kernseifen und Silikone regulieren die Schaumentwicklung als Entschäumer. Sie vermeiden den übermäßigen Wasserverbrauch, um Schaum zu zerstören und auszuspülen. Denn dieser hat bei der Wäsche keine Funktion, auch wenn viele Verbraucher Schaum mit Sauberkeit verbinden.
- Duftstoffe überdecken den Eigengeruch des Trägers der Kleidung. Es gibt synthetische und natürliche Duftstoffe in Form von ätherischen Ölen. Über die Wirkung ist noch nicht allzu viel bekannt, einige Duftstoffe können aber Kontaktallergien und Unverträglichkeiten auslösen. Deswegen solltest du zur Wäsche von Windeln und Babykleidung eher neutrale Waschmittel nutzen. Synthetische Duftstoffe können außerdem schwer abgebaut werden und landen oft in Gewässern.
- Stellmittel, wie Natriumsulfat, halten pulverförmige Waschmittel während der Lagerung pulverförmig und dienen als kostengünstiges Streckmittel. Waschmittel mit der Bezeichnung Konzentrat enthalten weniger Streckmittel. Die Wirkstoffe sind also weniger verdünnt und man spart Verpackungsmaterial.
Zusätzlich können noch folgende Stoffe enthalten sein:
- Bleichmittel entfernen nicht auswaschbare, farbige Verschmutzungen, z. B. von Früchten oder Blut. Achte darauf, unbedenkliche und umweltverträgliche Sauerstoffbleiche zu verwenden. Früher wurde Chlorbleiche verwendet, welche auf Grund der Umweltschädlichkeit zunehmend ersetzt wurde. Hier gibt es Infos zum Thema Bleichmittel.
- Bleichaktivatoren wie TAED erhöhen die Wirksamkeit der Bleichmittel bei niedrigen Temperaturen. Sie aktivieren durch eine chemische Reaktion die Bleichmittel schon ab 40°C.
- Optische Aufheller sind fluoreszierende Stoffe, die unter der Wirkung von Ultraviolettstrahlung, also zum Beispiel draußen, Weißes weißer erscheinen lassen. Bei farbigen Textilien kann sich durch die Aufheller der Farbeindruck verändern. Während sich ein Teil der Substanz an die Faser haftet, wird ein Teil ausgespült und gelangt in Abwasser und Gewässer. Es wird auch eine hormonelle Wirkung auf den Körper vermutet, die durch den Hautkontakt entsteht, deshalb sollte man beim Waschmittel auf optische Aufheller verzichten.
- Bleichstabilisatoren verhindern den unkontrollierten Zerfall der Bleichmittel während der Lagerung und beim Einsatz des Waschmittels.
- Konservierungsmittel sind bei pulverförmigen Waschmitteln nicht nötig, da mikrobakterieller Befall wegen Wassermangels kaum vorkommt. In flüssigem Waschmittel sind sie enthalten, um die Haltbarkeit zu erhöhen und Tenside zu lösen. Schwer abbaubare Stoffe, synthetische Konservierungsmittel belasten die Umwelt, indem sie in Gewässer gelangen und sich in der Umwelt anreichern. Ökowaschmittel enthalten natürliche Konservierungsmittel in Form von Milchsäure, Zitronensäure und Alkohol, welche biologisch abbaubar
- Alkohole verstärken reinigungswirksame Substanzen und ermöglichen bei flüssigen Waschmitteln, dass die Tenside gelöst werden können. Sie wirken teilweise auch als Konservierungsmittel.
- Wasserenthärter, welche in dem flüssigen Waschmittel löslich sind.
Wie alle diese Inhaltsstoffe genau wirken, kannst du auf den Seiten von Seilnacht nachlesen. Mehr zum Thema Inhaltsstoffe von Reinigungsmitteln findest du beim Umweltbundesamt.
Welches Waschmittel sollte ich benutzen?
Die einzelnen Komponenten von Waschmittel zum Windelnwaschen sind Grundwaschmittel, Enthärter und Sauerstoffbleiche.
- Vollwaschmittel ist ein Konzentrat, welches alle Komponenten vordosiert enthält. Daher empfehlen wir grundsätzlich die Verwendung von Pulvervollwaschmittel, denn es spart Verpackungsmüll und Konservierungsstoffe und wäscht durch die Inhaltsstoffe Windeln hygienisch sauber. Bei hartem Wasser solltest du zusätzlich Enthärter benutzen und das Waschmittel entsprechend der Dosierung für weiches Wasser dosieren.
- Eine weitere Option zum Stoffwindeln waschen ist das Baukastensystem in Pulverform, für diejenigen, die sich etwas mehr mit der Materie “Waschen” beschäftigen. Hier seien besonders die Passt! Waschkampagne, das Sonett Baukastensystem und das Sodasan Baukastensystem (Sensitiv Waschmittel, Enthärter und Sauerstoffbleiche) zu erwähnen. Die einzelnen Komponenten Grundwaschmittel, Enthärter und Sauerstoffbleiche können je nach Bedarf kombiniert Dabei solltest du die Wasserhärte und den Verschmutzungsgrad beachten.
- Eine weitere Möglichkeit ist, extra auf die Windelwäsche abgestimmte Produkte, also Windelwaschmittel zu verwenden. Notwendig ist es nicht. Es gibt Windelvollwaschmittel, welche du ohne Zusätze verwenden kannst. Außerdem gibt es noch Waschzusätze speziell für die Windelwäsche, welche durch Bleichaktivatoren bei allen Temperaturen für eine gute Reinigung sorgen. Dabei solltest du jedoch auf die Umweltverträglichkeit achten, also darauf, dass die Produkte biologisch abbaubar
- Sollte die Verwendung von Pulverwaschmittel nicht möglich sein, empfehlen wir folgende Lösung:
Bei flüssigem Waschmittel kannst du für hartes Wasser Enthärter in Form von Milchsäure dazu geben und das Waschmittel entsprechend der Empfehlung für weiches Wasser dosieren, denn die Waschleistung wird dadurch erhöht. Außerdem dient die Milchsäure als Weichspüler und sorgt für weiche Einlagen auch ohne Trocknerbenutzung. Bei weichem Wasser ist dies nicht nötig. Gelegentlich solltest du aber eine Kur mit Sauerstoffbleiche machen, damit sich Flecken lösen und die Einlagen desinfiziert werden.
Hier noch ein paar Tipps zum Waschen, damit deine Stoffwindeln richtig sauber werden:
- Sauerstoffbleiche solltest du regelmäßig zur Windelwäsche geben, denn sie wirkt desinfizierend und bleicht zusätzlich Flecken aus. Dies betrifft Saugeinlagen und andere Windelkomponenten, die mit Stuhl und Urin in Berührung kommen.
- Willst du weiche Windeln bzw. Saugeinlagen nutzen, solltest du ab und zu eine Kur mit Milchsäure machen oder die Windeln im Trockner antrocknen. Kurzes Durchkneten der luftgetrockneten Wäsche macht sie auch weicher.
Was ist Enthärter und wozu nützt er?
Wenn du bei kalkhaltigem Wasser und Waschmittel auf Seifenbasis wäschst, können Kalkseifen entstehen, welche sich in den Fasern anlagern können. Um dies zu verhindern, solltest du ab einer Wasserhärte ab 8,4 °dH Enthärter zur Wäsche geben.
Enthärter besteht meist aus Silikaten und erhöht die Waschleistung von Waschmittel, indem es kalkhaltiges, also hartes Wasser, neutralisiert. Dazu wird zum Beispiel Zeolith A, ein unlösliches Silikat, mit anderen, löslichen Silikaten kombiniert. Gerade beim Einsatz von Zeolith A kommt es aber bei Überdosierung zu Ablagerungen und Stinkewindeln. Deshalb solltest du den Enthärter angepasst an die Wasserhärte dosieren. Infos zur Wasserhärte in deinem Wohnort erhältst du bei deinem Wasserversorger.
In Vollwaschmittel ist Enthärter bereits enthalten, doch bei hartem Wasser werden bei höherer Dosierung andere Bestandteile des Waschmittels überdosiert, weshalb es sich hier anbietet, den Enthärter individuell anzupassen. Am besten dosierst du das Waschmittel entsprechend von weichem Wasser und gibst genug Enthärter zur Wäsche, damit das Wasser auch weich, also der Kalk neutralisiert ist. So sparst du Waschmittel und belastest das Wasser nicht unnötig mit Seife und anderen Komponenten.
Mineralischer Enthärter sorgt zwar für saubere Wäsche, kann aber nur mit Pulverwaschmittel kombiniert werden und macht die Wäsche nicht weich.
Für flüssige Waschmittel empfehlen wir deshalb Milchsäure als Enthärter. Sie macht die Wäsche weicher als mineralischer Enthärter und ist biologisch abbaubar.
Was ist hartes Wasser?
Bei hartem Wasser besteht die Gefahr, Inhaltsstoffe über oder unter zu dosieren, was zu übelriechenden Windeln oder Materialbeschädigungen führen kann. Daher spielt der Enthärter eine große Rolle. Wenn kalkhaltiges, also hartes Wasser, nicht neutralisiert wird, vermindert sich die Waschleistung. Es bilden sich Kalkseifen, welche die Materialien beschädigen und zu stinkenden Windeln durch Bakterienbefall führen.
Bei hartem Wasser solltest du deshalb Enthärter benutzen. Vermeide dabei Zeolith A als Inhaltsstoff. Sodasan verwendet zum Beispiel nur die löslichen Silikate „Sodium Carbonate“ und „Sodium Silicate“. Andere Hersteller benutzen Waschsoda (Soda) oder Citrate als Enthärter.
In allen Fällen solltest du darauf achten, dass der Enthärter biologisch unbedenklich ist. Das ist in der Form von flüssiger Milchsäure von Ulrich Natürlich und in Pulverform von Sodasan gegeben.
Wichtig: Flüssiger Enthärter wirkt nicht zusammen mit Pulverwaschmittel und Sauerstoffbleiche funktioniert nicht mit Flüssigwaschmittel.
Von reiner Zitronensäure in Pulverform solltest du Abstand nehmen, denn sie wirkt als Entkalker in der Maschinenreinigung, für die Wäsche ist sie zu aggressiv.
Ein paar weitere Tipps des Umweltamtes zum Thema umweltfreundlich waschen:
- Keine XXL-Packungen kaufen, da diese oft zu viele Füllstoffe enthalten.
- Hochkonzentrate sind umweltfreundlicher und enthalten weniger eingesetzte Chemie. Sie empfehlen bei normaler Verschmutzung pro Waschgang maximal 70 g Waschmittel.
- Keine Hygienewaschmittel verwenden, da diese Biozide enthalten.
- Auf Weichspüler lieber verzichten, weil sie viele Konservierungs- und Duftstoffe enthalten.
- Flüssiges Waschmittel beinhaltet mehr Konservierungsstoffe, daher öfter zu Pulver greifen.
- Generell lieber wenige Produkte verwenden. Vollkommen ausreichend sind laut Umweltbundesamt ein kompaktes Voll-, Color- und Feinwaschmittel. Jedes weitere Produkt bedeutet mehr Chemie und außerdem eine höhere Umweltbelastung durch Verpackungen oder den Transport.
Wie kann ich bei besonders hartem Wasser Waschmittel sparen?
Bei hartem Wasser, ab 8,4 dH solltest du dich mit Enthärtern beschäftigen. Zusätzlich zum Pulvervollwaschmittel solltest du Enthärter geben und dann die Dosierung entsprechend der Herstellerangaben reduzieren: Dosiere das Vollwaschmittel für weiches Wasser und gebe Enthärter in Pulverform dazu.
Auch mit dem Baukastensystem kannst du Waschmittel sparen, indem du die einzelnen Komponenten des Waschmittels angepasst an die Wasserhärte und den Verschmutzungsgrad dosierst. Dabei solltest du die Sauerstoffbleiche nicht vergessen. Wie beim Vollwaschmittel, neutralisierst du hartes Wasser durch den Enthärter und dosierst das Grundwaschmittel dementsprechend.
Unsere Empfehlung ist es, generell Pulverwaschmittel zu benutzen, da es Ressourcen spart. Sollte dies nicht möglich sein, kannst du auch Flüssigwaschmittel verwenden. Eine Möglichkeit, bei hartem Wasser Waschmittel zu sparen, ist die Kombination von Flüssigwaschmittel mit Enthärter in Form von Milchsäure. Du kannst so die Dosierung des Waschmittels so auf die Herstellerempfehlung für weiches Wasser reduzieren und die Wäsche wird außerdem etwas weicher.
Wie dosiere ich das Waschmittel korrekt?
Wie viel Waschmittel du brauchst, hängt in erster Linie von folgenden drei Faktoren ab:
- Der Wasserhärte,
- der Wäschemenge
- und dem Verschmutzungsgrad – wobei bei Windeln grundsätzlich von einem starken/hohen Verschmutzungsgrad auszugehen ist.
Ob die Dosierung korrekt ist, ist auf den ersten Blick oft nicht erkennbar, denn Windeln können trotz Fehldosierung optisch sauber erscheinen. Starke Gerüche und Hautirritationen im Windelbereich sind ein Anzeichen dafür, dass die Waschroutine deiner Windeln nicht optimal ist.
Warum ist die Dosierung des Waschmittels so wichtig?
Die richtige Dosierung des Waschmittels sorgt dafür, dass die Windeln hygienisch reingewaschen werden. Dabei solltest du die Umweltbelastung durch nicht abbaubare Waschmittelbestandteile und Überdosierung des Waschmittels vermeiden.
Sowohl eine Überdosierung als auch eine Unterdosierung des Waschmittels sorgen für Probleme bei der Windelwäsche. Denn so bilden sich oft Ablagerungen wie Kalkseifen oder Seife- und Pulverreste, welche die Saugfähigkeit von Einlagen vermindern. Außerdem können sich so Bakterien einnisten, die Windeln fangen an zu stinken und verursachen Hautirritationen. Dann benötigen sie eine Tiefreinigung.
Was muss ich beim Dosieren beachten?
Sowohl Über- als auch Unterdosierung schaden langfristig den Windeln und sind auf den ersten Blick nicht erkennbar.
Grundsätzlich empfehlen wir, den Herstellerempfehlungen zu folgen.
Es bietet sich aber an, 20-30% Waschmittel einzusparen, wenn du zusätzlich Enthärter oder Sauerstoffbleiche verwendest, welche die Reinigungsleistung erhöhen. Wenn du sicherstellen willst, dass die Waschleistung auf Dauer effektiv ist, solltest du dich die einzelnen Komponenten des Waschmittels anschauen. Gerade wenn du hartes Wasser hast und deswegen hoch dosieren musst, liegt in der zusätzlichen Verwendung von Enthärter das größte Potential für die Einsparung von Waschmittel.
Wäschemenge
Die Dosierungsempfehlungen der Hersteller richten sich auch nach der Wäschemenge. Um das Fassungsvermögen der Waschmaschine zu bestimmen, musst du in der Anleitung der eigenen Waschmaschine nachschauen, für welche Fassungsmenge sie konstruiert ist. Aus dieser Fassungsmenge und der tatsächlichen Beladung, kannst du die tatsächliche Füllmenge überschläglich bestimmen. Es ist wichtig, die Waschmittel korrekt entsprechend der Wäschemenge zu dosieren.
Wir empfehlen im Allgemeinen, die Waschmaschine gut zu füllen, das heißt bis maximal noch ¼ der Maschine frei ist. Wir empfehlen hier als Faustregel, dass ca. noch eine Handbreit Luft in der Maschine frei sein sollte – ohne, dass die Wäsche massiv komprimiert ist.
Verschmutzungsgrad
Zur Bestimmung der Waschmitteldosierung ist der Verschmutzungsgrad ein wichtiger Aspekt. Zur Definition findet sich folgende Beschreibung von Persil:
- Leicht verschmutzt: Keine Verschmutzungen und Flecken* erkennbar. Einige Kleidungsstücke haben Körpergeruch angenommen. Beispiele: Leichte Sommer- und Sportkleidung (wenige Stunden getragen), T-Shirts, Hemden, Blusen (bis zu 1 Tag getragen), Gästebettwäsche und -handtücher (1 Tag benutzt).
- Normal verschmutzt: Verschmutzungen sichtbar und/oder wenige leichte Flecken* erkennbar. Beispiele: T-Shirts, Hemden, Blusen (durchgeschwitzt bzw. mehrfach getragen), Unterwäsche (1 Tag getragen), Handtücher, Bettwäsche (bis zu 1 Woche benutzt), Gardinen ohne Nikotinverschmutzungen (bis zu 6 Monaten genutzt).
- Stark verschmutzt: Verschmutzungen und/oder Flecken* deutlich erkennbar. Beispiele: Geschirr- und Küchenhandtücher, Stoffservietten, Babylätzchen, Kinder- und Fußballbekleidung (mit Gras und Erde verschmutzt), Tenniskleidung (mit Kieselrot verschmutzt), Berufskleidung (wie Schlosseranzug, Bäcker- und Metzgerkleidung, die im Haushalt gewaschen werden kann).
- Sehr stark verschmutzt: Zahlreiche und intensive Verschmutzungen und/oder Flecken*, deutlich erkennbar und möglicherweise gealtert, stark geruchsbelastete Kleidungsstücke. Beispiele: Oben genannte Verschmutzungen auf Tischwäsche, Stoffservietten, Geschirr- und Küchenhandtücher, Putzlappen, Wischmopp, Babylätzchen, Kinder-, Sport- und Fußballkleidung (stark mit Matsch, Erde und Gras verschmutzt), Berufsbekleidung.
Windelwäsche zählt zu stark verschmutzter Wäsche, auch wenn man noch andere Wäsche wie Handtücher etc. hinzufügt. Je nach Wasserhärte wird also entsprechend dosiert.
Sollte ich ein Kurzprogramme für die schnelle Wäsche verwenden?
Dass der Energie- und Wasserverbrauch bei der Windelwäsche gar nicht so hoch ist, haben wir ja schon ausgerechnet. Ein Kurzprogramm zu wählen ist aus Ressourcengründen keine Alternative. Im Gegenteil: Kurzprogramme sind wahre Energiefresser. Sie verbrauchen mehr Energie als die Standardprogramme und sind auf lange Sicht teurer, obwohl die Laufzeit der Maschine geringer ist. Kurzwäschen empfehlen wir aus ökologischer und ökonomischer Sicht nicht. Sie sollten nur in Ausnahmefällen gemacht werden.
Wenn es bei deiner normalen Wäsche doch mal schnell gehen muss, lautet die Devise: Temperatur runter! Bei modernen Waschmaschinen und einem adäquaten Waschmittel wird weiße und bunte Wäsche auch bei 20 °C bis 40 °C sauber. Dies gilt allerdings nicht für Windeln, da sie bei niedrigen Temperaturen nicht ausreichend hygienisch sauber werden.
Was kann ich alles zusammen mit den Stoffwindeln waschen? Kann ich normale Wäsche mitwaschen?
Die Waschmaschine sollte mindestens zu zwei Drittel gefüllt sein, damit die Wäsche ökologisch ist. Hast du nicht genügend Windelwäsche für eine volle Ladung, kannst du Stoffwindeln zusammen mit normaler Wäsche waschen, vorausgesetzt, die Wäsche verträgt die gleiche Temperatur und das Waschprogramm.
Auch die Beladung der Waschtrommel hat Einfluss auf die Energieeffizienz. Ist z. B. neben der üblichen Windelwäsche geöffneten Wetbag mit den gesammelten Saugeinlagen noch Platz in der Maschine, dürfen zusätzlich nach einer Vorwäsche oder dem Kurzprogramm Handtücher, Waschlappen oder wiederverwendbare Putztücher (Spüllappen aus der Küche, Bodenwischtücher o. Ä.) mitgewaschen werden. Das verschmutzte Wasser mit Urin sollte zwischen den Programmen abgepumpt werden. Bei 60°C wird alles sauber und du brauchst keine Angst haben, dass Urin oder Stuhlreste auf deine Handtücher übergehen.
Saugeinlagen können gut mit Handtüchern, Stoffbinden, bestimmter Sportkleidung und eventuell Socken und Unterwäsche gewaschen werden. Beachte dazu bitte die Pflegehinweise auf dem Waschetikett. Wichtig ist, dass die Wäsche erst nach einer Vorwäsche oder einem Kurzprogramm zu den Einlagen gegeben wird, damit das Schmutzwasser vor dem gemeinsamen Hauptwaschgang ausgetauscht wird.
Andere Stoffwindelteile wie Überhosen, Außenwindeln oder Innenwindeln (außer Wolle) können problemlos mit der normalen Buntwäsche bei 30° oder 40°C gewaschen werden. Dazu zählen alle gängigen Textilien wie Babykleidung, Shirts usw.
Es lohnt sich, andere Kleidungsstücke zusammen mit der Stoffwindelwäsche zu waschen.
Wie soll ich Babykleidung waschen?
Babykleidung sollte vor dem ersten Gebrauch immer mindestens einmal gewaschen werden. Dazu wählst du je nach Herstellerangaben ein geeignetes Waschprogramm. So lösen sich verbliebene Reststoffe aus der Produktion und die Babywäsche wird hygienisch sauber.
Wenn du Babykleidung das erste Mal waschen willst, solltest du Folgendes beachten:
- Halte dich an die Pflegesymbole, dann kannst du die Babywäsche der normalen Wäsche hinzufügen.
- Das Waschmittel sollte ökologisch unbedenklich und ohne Zusatz von Duftstoffen
- Weichspüler solltest du nicht benutzen, da er die empfindliche Babyhaut
- Wenn du weiche Wäsche bevorzugst, kannst du sie in den Trockner geben oder mit Milchsäure zusätzlich zum Flüssigwaschmittel waschen.
Wie waschen für Kinder mit sensibler Haut?
Wenn dein Kind empfindliche Haut hat, solltest du Kleidung und Windeln mit einem Waschmittel ohne Zusatzstoffe (wie Duftstoffen) waschen und gut spülen. Ein geruchsneutrales Pulvervollwaschmittel und ggf. Enthärter reinigen die Windeln zuverlässig.
Auch Weichspüler solltest du vermeiden, denn er verbleibt auf den Textilfasern und hat direkten Kontakt zur Haut. Enthaltene Duftstoffe und andere Chemikalien belasten zusätzlich die Gewässer.
Milchsäure ist eine sanfte Alternative, um Wäsche hygienisch sauber und weich zu waschen, falls du kein Pulverwaschmittel verwendest. Sie ist sehr neutral, wirkt als Enthärter und macht Fasern weicher als mineralischer Pulverenthärter. Dazu solltest du aber bedenken, dass in konventionellem Flüssigwaschmittel immer Konservierungsmittel enthalten sind, welche die Haut reizen könnten.
Verbreitete Annahmen über das Windelnwaschen
Energiesparprogramme und Eco-Programme sind bei der Windelwäsche sinnvoll
Stimmt nicht.
Energiesparprogramme und Eco-Programme sollen Energie sparen, indem die angegebene Temperatur nicht erreicht, dafür die Programmlaufzeit erhöht wird, um die Waschleistung auszugleichen. Wirklich praktisch und umweltschonend. Bedenke aber beim Waschen von Stoffwindeln, dass die Temperatur für eine hygienische Reinigung sorgt. Bei der Windelwäsche solltest du deswegen auf diese Programme verzichten.
Sauerstoffbleiche gleicht im Eco-Programm für die Hygiene die Temperatur aus
Stimmt bedingt.
Sauerstoffbleiche ohne Bleichaktivatoren als Zusatz kann erst ab 50 °C wirken, daher macht es keinen Sinn, sie beim Eco-Programm hinzuzugeben. Wenn, dann sollte sie Zusätze wie TAED enthalten. Eine effiziente Waschroutine mit einem Baumwoll- oder Kochwäscheprogramm ist daher in den meisten Fällen die beste Wahl.
Bei Mikrofaser soll auf seifenhaltige Waschmittel möglichst verzichtet werden
Stimmt.
Speziell für Mikrofaserwindeln werden keine Waschmittel auf Seifen- oder Ölbasis empfohlen, da diese dort vermehrt Rückstände bilden können.
Mikrofaser/Polyester reagiert stark auf Verseifung, der Faser tut also eine Überdosierung von Waschmittel auf Seifenbasis nicht gut. Daher solltest du bei diesem Stoff auf Waschmittel mit verseiftem Pflanzenöl verzichten und die Dosierung von seifenhaltigem Waschmittel reduzieren.
Bei Viskose darf das Waschmittel keine Enzyme enthalten
Stimmt nicht.
Das Vermeiden von Enzymen bezieht sich in der Regel auf das Enzym Cellulase, welches bei Windeln aus Viskose (z. B. Bambusviskose) schädlich sein soll. Es ist richtig, dass Cellulase den Stoff durch Abtragen von abgespaltenen Cellulose-Fasern glättet [5]. Für Stoffwindeln bedeutet dies einen höheren Verschleiß. Viskose, aber auch Baumwolle und Hanf sind Cellulose-Fasern. Viskose als künstliche Faser ist nur nicht so robust. Uns ist allerdings nicht bekannt, dass ein hoher Verschleiß grundsätzlich auf das Enzym zurückzuführen ist. Oft hat dies andere Ursachen.
Einlagen aus Viskose kannst du deshalb zusammen mit anderen Einlagen bei 60°C waschen. Wenn sie sich nach dem Waschen hart anfühlen, sind sie nicht in der Funktion beeinträchtigt. Ein Durchkneten per Hand reicht meist, um die Fasern etwas weicher zu bekommen, und auch der Zusatz von Milchsäure (nicht mit Pulverwaschmittel kombinieren) zur Wäsche oder eine Kur macht damit die Fasern wieder weicher.
Eine Kombination aus Fleckensalz und Enthärter ersetzt das Waschmittel
Stimmt nicht.
Vielleicht hast du schon von besonderen Empfehlungen zum Waschen von Stoffwindeln gehört, zum Beispiel von der sogenannten DM Kombi. Die Kombi besteht aus Fleckensalz und Enthärter und enthält Enzyme sowie weitere Hilfsstoffe. Dieser Waschzusatz ist zwar günstig, aber viel zu aggressiv zur Babyhaut und zu den Fasern. Er ist weder professionell getestet noch biologisch unbedenklich.
Gegen Keime hilft nur ein Hygienespüler
Stimmt nicht.
Der Gebrauch von Hygienespüler beim Stoffwindeln waschen ist bei einer effizienten Waschroutine nicht nötig. Hygienespüler kann zu Hautreizungen führen, ist umweltschädlich und tötet in Kläranlagen hilfreiche Bakterien ab.
Sauerstoffbleiche und 60°C Wäsche reichen aus, um die Windeln wirklich sauber zu waschen [6]. Bei vermehrter Bakterienbildung kannst du eine Kur mit Sauerstoffbleiche machen (das würde dann vor allem die Einlagen betreffen). Bei einem hartnäckigen Pilzbefall kannst die betroffenen Einlagen bei 90°C mit Sauerstoffbleiche waschen.
DIY-Waschmittel, Waschnüsse und Wascheier sind bedenkenlose Alternativen zu Waschmitteln
Stimmt nicht.
Bitte beachte Folgendes: Verschiedene Zutaten in selbstgemachten Waschmitteln können nur richtig wirken, wenn das Verhältnis zueinander und andere Faktoren wie Wasserhärte mit einbezogen werden. Aufgrund der natürlich schwankenden Dosierung der Bestandteile ist nicht absehbar, wie DIY Waschmittel langfristig auf Windeln wirken. Daher können wir hierzu keine Auskünfte geben.
Grundsätzlich solltest du dich sehr gründlich über Waschverfahren und Inhaltsstoffe informieren, wenn du ein selbstgemachtes Waschmittel benutzen möchtest.
Infos und Rezepte gibt es z. B. bei Smarticular oder Stoffwindelguru (plastikfrei, für Naturfasern).
Waschnüsse solltest du nicht verwenden, wenn du sie in einem Säckchen bis zum Ende der Wäsche in der Trommel mitwäschst. Dadurch können sich Ablagerungen auf den Windeln bilden, die zur Verminderung der Saugkraft führen.
Wenn du dich für das Herstellen von Waschmitteln aus Kastanien oder Efeu interessierst, beachte bitte Folgendes. Der in den Pflanzen enthaltene Wirkstoff Saponine ersetzt die Funktion der Tenside aus dem Waschmittel. Was sonst noch zum Waschen notwendig ist, muss künstlich hinzugefügt werden. Wenn du also Ablagerungen vermeiden willst, brauchst du zusätzlich Enthärter und ggf. Sauerstoffbleiche. Für einen Wäscheduft brauchst du vielleicht ätherische Öle, die wiederum Allergien auslösen können. Besser ist es, ein Öko-Waschmittel zu nehmen, welches auf Pflanzen basiert.
Auch andere Waschmittel, wie das Ecoegg Waschei, welche beim Waschen in der Trommel verbleiben und weniger Waschmittelverbrauch versprechen, solltest du bei der Windelwäsche meiden. Neben Ablagerungen kann es auch zu ungenügender Reinigung der Windeln und somit zu einer Keimbelastung führen.
Weichspüler macht Windeln weich
Stimmt nicht.
Weichspüler wird im letzten Spülgang auf die Wäsche gegeben und legt sich auf die Fasern, um diese weicher zu machen. Einige Inhaltsstoffe machen durch ihre chemische Struktur die Textilien wasserabweisend. Die Fasern verkleben, um ein weicheres Gefühl auf der Haut zu erzeugen. Weichspüler vermindert die Saugleistung der Einlagen. Auch die Oberfläche von Funktionskleidung und beschichteten Stoffen wie PUL wird verschlossen und verliert ihre Atmungsaktivität.
Außerdem steht Weichspüler im Verdacht, Gewässer zu belasten, wenn eine vollständige biologische Abwasserreinigung nicht garantiert ist und die Substanz direkt ins Wasser gelangt. Des Weiteren erhöht sich der Waschmittelverbrauch, denn du brauchst nach einem Waschgang mit Weichspüler mehr Waschmittel, um diesen und die Verschmutzungen wieder aus der Wäsche zu lösen. Beigefügte Zusätze und Duftstoffe sowie die chemische Struktur und ihre Eigenschaften sind eine Belastung für empfindliche Haut und können Allergien auslösen.
Wenn du weiche Windelwäsche bevorzugst, kannst du Entkalker in Form von Milchsäure benutzen. Entkalker im letzten Spülgang sorgt dafür, dass mit weichem, neutralisiertem Wasser gespült wird. Zitronensäure oder Essig eignet sich nicht als Weichspüler, da sie hierfür zu aggressiv sind. Du kannst die Windeln aber auch im Trockner antrocknen oder einmal durchkneten. In der Regel stören sich Kinder aber auch nicht an hart getrockneten Einlagen.
Alle Substanzen, die im Weichspülerfach landen, werden mit dem Spülwasser in die Trommel eingespült und verbleiben dann auf der Wäsche. Es wird also kein Wasser nachgespült. Sei dir also bewusst, dass diese Substanzen auf den Fasern verbleiben und dementsprechend Kontakt mit der Babyhaut haben.
Essig kann ich als Weichspüler oder Maschinenreiniger verwenden
Stimmt nicht.
Essig gehört nicht in die Waschmaschine, da es Gummis spröde machen kann. Außerdem greift er als aggressive Säure die Textilfasern an.
Wenn du deine Waschmaschine reinigen möchtest, solltest du dich an die Bedienungsanleitung bzw. Herstellerangaben halten. Oft reicht schon ein Hauptprogramm ohne Wäsche und Waschmittel bei 90 Grad Celsius, vorausgesetzt die Waschroutine stimmt und es haben sich durch die Benutzung von Enthärter keine Kalkablagerungen gebildet. Diese entfernst du mit einem entsprechenden Reiniger z. B. auf Basis von Zitronensäure.
Fehlerbehebung - Troubleshooting
Wir haben viele Waschprobleme unter die Lupe genommen, die häufig im Internet kursieren. Schreib uns, wenn du eine Lösung oder Antwort zu einem Problem suchst, das noch nicht hier aufgelistet ist.
Wenn die Wäsche nach dem Waschen noch stinkt
Riecht Babywäsche nach dem Waschen noch unangenehm, stimmt die Waschroutine nicht. Vielleicht fehlt Wasser zum Ausspülen der Wäsche, oder das Waschmittel wurde falsch dosiert. Manchmal fällt eine falsche Dosierung erst nach einiger Zeit auf, weil sich Kalkseifen oder Bakterien angelagert haben.
Je nach Material empfiehlt es sich dann, eine Tiefenreinigung zu machen.
Empfindliche Stoffe wie Wolle und beschichtete Stoffe wie PUL solltest du dabei keinen aggressiven Reinigern aussetzen. Vermeide auch direkten Kontakt mit reiner Sauerstoffbleiche und Zitronensäure.
Wenn Wolle unangenehm riecht
Ammoniak-Geruch deutet darauf hin, dass die Windel nicht genug Wollfett enthält, was auf Dauer zu Urinsteinbildung führen kann. Du kannst sie waschen und neu fetten. Ist der Geruch dadurch nicht beseitigt worden, solltest du eine Reinigung mit Kernseife ausprobieren oder die Windeln auskochen und anschließend ins Fettbad geben.
Fäulnisgeruch zeigt eine bakterielle Belastung an, auch hier ist es wichtig, die Windeln gut zu reinigen und danach neu zu fetten. Du kannst sie auch auskochen und dann neu fetten. Das Wollfett wirkt antibakteriell und schmutzabweisend, und sollte immer ausreichend in den Wollfasern vorhanden sein, damit die Windel ihre Funktion erfüllen kann.
Tiefenreinigung bei Ammoniakgeruch
Ammoniakgeruch ist ein Anzeichen dafür, dass der Urin nicht vollständig ausgespült wurde oder er sich an Kalkseifen gebunden hat, die sich auf oder in den Saugeinlagen abgesetzt haben. Dann empfiehlt es sich, die Windeln möglichst heiß (mind. 60°C) mit ca. 20% mehr Vollwaschmittelpulver im Koch- und Buntwäscheprogramm zu waschen. Wenn möglich, schalte die Wasser-Plus-Taste an. Im Regelfall reicht diese Maßnahme aus, um den Ammoniakgeruch aus Saugeinlagen zu entfernen.
Sollte dies nicht ausreichen, kannst du ein heißes Wasserbad mit Waschsoda und Vollwaschmittel ansetzen:
- Fülle einen Eimer mit 10 L heißem Wasser.
- Gib 1-2 EL Waschsoda hinzu und warte mindestens 30 Minuten, bis sich der Kalk aus dem Wasser auf dem Boden abgesetzt hat.
- Gib 1-2 EL Vollwaschmittelpulver hinzu und löse dieses vollständig auf.
- Gib die gewaschenen Einlagen hinzu und lasse sie 30 Minuten einweichen.
- Wasche die Einlagen anschließend noch einmal bei 60°C im Koch- und Buntwäscheprogramm (normale Waschmittelmenge).
Bitte verwende diese Maßnahme nicht für Außen- oder Innenwindeln jeglicher Art. Diese sind auch in der Regel nicht derart belastet. Eine 60-Grad-Wäsche reicht vollkommen aus.
Tiefenreinigung bei Fäulnisgeruch
Bei Fäulnisgeruch handelt es sich um eine bakterielle Belastung. Fauliger Geruch bei Stoffwindeln entsteht immer durch Rückstände von Waschmittel und Bakterien, die sich durch Feuchtigkeit/Wärme stark vermehren. Eine gute Waschroutine mit genügend waschaktiven Substanzen sowie viel Wasser zum Spülen und eine gute Trocknung sind daher oberstes Gebot für eine hygienische Reinigung. Ausführliche Infos zum Waschen von Stoffwindeln findest du in unserem Ratgeber.
Auch hier empfiehlt es sich wie bei Ammoniakgeruch, die Saugeinlagen möglichst heiß (mind. 60 °C) mit ca. 20% mehr Vollwaschmittelpulver im Koch- und Buntwäscheprogramm zu waschen. Wenn möglich, schalte die Wasser-Plus-Taste an. Im Regelfall reicht diese Maßnahme aus, um die Rückstände aus Saugeinlagen zu entfernen.
Sollte dies nicht ausreichen, kannst du für Saugeinlagen ein heißes Wasserbad mit Waschsoda und Sauerstoffbleiche ansetzen:
- Fülle einen Eimer mit 10 L heißem Wasser.
- Gib 1-2 EL Waschsoda hinzu und warte mindestens 30 Minuten, bis sich der Kalk aus dem Wasser auf dem Boden abgesetzt hat.
- Gib 1-2 EL Sauerstoffbleiche hinzu und löse dieses vollständig auf.
- Gib die gewaschenen Einlagen hinzu und lasse sie 30 Minuten einweichen.
- Wasche die Einlagen anschließend noch einmal bei 60°C im Koch- und Buntwäscheprogramm (normale Waschmittelmenge).
Bitte verwende diese Maßnahme nicht für Außen- oder Innenwindeln jeglicher Art. Diese sind auch in der Regel nicht derart belastet. Eine 60-Grad-Wäsche reicht vollkommen aus.
Tiefenreinigung von Wollprodukten
Wolle hat grundsätzlich durch die Keratin-Fasern eine Reinigungswirkung. Wollwindeln, bzw. unsere Wollinnenwindeln, sollten regelmäßig gewaschen und gefettet werden, damit sie wasserdicht werden. Wichtig ist, dass vor dem erneuten Fetten alle Verschmutzungen entfernt werden. Hast du das Gefühl, eine Wollwindel ist stark überfettet, findest du hier Tipps zum Entfetten von Wollwindeln.
Mit allen Wollprodukten kannst du bei Bedarf eine Tiefenreinigung mit Olivenkernseife machen. Die berühmte Aleppo-Seife ist zum Beispiel eine Kernseife. Die französische Savon de Marseille ebenfalls. Es gibt Oliven-Kernseife auch als Flocken von Patounis.
-
Stelle eine Lösung aus heißem Wasser und Seife her. Ein Verhältnis von 3 zu 1 sollte ausreichen.
-
Von dieser Lösung gibst du am besten 2 Teelöffel pro Windel/Kleidungsstück in kaltes Wasser und legst die Windeln über die Nacht darin ein.
-
Anschließend wäschst du sie wie üblich und fettest sie wie in unserem Ratgeber zur Wollpflege beschrieben.
Fühlt die Windel sich danach noch nicht ganz sauber an und hatte vielleicht schon Ablagerungen wie Urinstein, sollte der zweite Schritt der Reinigung folgen. Hierzu eignet sich eine starke Tiefenreinigung mit Natron.
Wenn dein Kind einen hartnäckigen Pilz hatte oder du ein gebrauchtes Wollprodukt gekauft hast, kannst du es zusätzlich durch Kochen hygienisch reinigen:
-
Setze einen ausreichend großen Kochtopf mit lauwarmem Wasser auf.
-
Gebe das Wollteil hinzu.
-
Bringe das Wasser bei mittlerer Hitze langsam zum Kochen. Achte dabei darauf, dass sich das Wollteil nicht zu stark bewegen kann.
-
Nimm den Kochtopf von der Hitze runter, bevor das Kochwasser stark zu blubbern anfängt. Es sollte dann aber schon mindestens 10 Minuten lang bei über 60°C gewesen sein.
-
Lass das Wollteil im Kochtopf vollständig auskühlen.
-
Anschließend fettest du wie gewohnt.
Bitte beachte, dass du dies nicht zu häufig machen solltest, da die hohen Temperaturen die Faser auf Dauer strapazieren können.
Weitere Infos findest du auf unseren Ratgeberseiten zur Wollpflege.
Die Einlagen saugen nicht richtig
Wenn du testen möchtest, ob die Einlagen richtig saugen, reicht es nicht, ein bisschen Wasser auf die Oberfläche tröpfeln zu lassen! Die Oberflächenspannung der Tropfen verhindert, dass diese sofort in den Stoff eindringen. Das ist auch bei gut saugenden Einlagen der Fall. Der Tröpfel-Test ist also nicht aussagekräftig. Wenn du Wasser auf die Einlage gibst, drücke es leicht mit der flachen Hand auf den Stoff. Dann sollte es sofort aufgesogen werden. Bleiben trotzdem noch Wasserperlen zurück, könnte es sein, dass eine der unten stehenden Aspekte zutreffen.
Saugeinlagen nicht genügend einwaschen
Hast du die Einlagen richtig eingewaschen? Erst nach ca. 10 Mal Waschen (und Trocknen) haben sie ihre optimale Saugleistung erreicht.
Kalkseifen-Ablagerung
Saugen die Einlagen nach dem Einwaschen trotzdem schlecht, kann es sich um Kalkseifen-Ablagerungen handeln. Kalkseifen enstehen, wenn der Kalk in kalkhaltigem Wasser sich mit Seifenanteilen im Waschmittel verbindet. Kalkseife ist wasserabweisend! Sie legt sich sowohl auf Fasern als auch in der Waschmaschine und Abwasserrohren ab. Deswegen solltest du grundsätzlich die Bildung von Kalkseifen vermeiden. Verwende einfach der Wasserhärte entsprechend genügend Enthärter, welcher den Kalk ausfällt.
Wenn du Kalkseifen vermutest, führe bitte eine gründliche Waschmaschinenreinigung durch. Hierfür findest du in der Drogerie entsprechende Produkte. Deine Einlagen wäschst du als einmalige Maßnahme im Koch- und Buntwäscheprogramm bei mind. 60°C mit ca. 20% mehr Vollwaschmittelpulver als üblich. Wenn möglich, schalte die Wasser-Plus-Taste an. Falls dies nicht ausreichen sollte, schau bitte in unserem Tipp zur Tiefenreinigung nach.
Fett-Ablagerung
Fett kann durch Cremes oder Salben auf die Einlagen gelangen und diese unbeabsichtigt wasserdicht machen. Du kannst Fett wie auch Kalkseife durch eine einmalig erhöhte Waschmitteldosierung entfernen. Sollte dies nicht ausgereicht haben, lege die Einlagen für 30 Minuten in ein Wasserbad mit (nicht rückfettendem) Geschirrspülmittel. Wasche sie anschließend wie gehabt und verwende das Extra-Spülprogramm.
Was hilft gegen hartnäckige Flecken?
Gegen hartnäckige Flecken kannst du Gallseife verwenden (nicht bei Außenwindeln mit Wolle!)
Oftmals hilft es, das betroffene Kleidungsstück oder die Einlage feucht in die Sonne zu legen. Sie bleicht Flecken auf natürliche Weise aus.
Bei Innenwindeln aus Wolle kannst du stark eingetrocknete und hartnäckigen Stuhlflecken loswerden, indem du die Innenwindeln in eiskaltem Wasser mit Gallseife über Nacht einweichst. Durch das kalte Wasser lösen sich Fette leichter vom Stoff. Danach erfolgt die normale Wollwäsche.
Beschädigungen an den Textilien nach dem Waschen – woran kann es liegen?
Die Schwachstellen der Stoffwindeln sind meistens die eingenähten Beingummis und "Faltkanten". Hier entsteht beim Waschen und Benutzen die meiste Reibung und die Fasern werden beschädigt. Da Stoffwindeln täglich höchsten Anforderungen standhalten müssen, ist ein gewisser Verschleiß unvermeidbar.
Vermeidbare Risikofaktoren sind:
- Druckknöpfe und nicht geschlossene Klettverschlüsse, daher ist es wichtig, letztere zu schließen.
- Empfindliche Materialen wie PUL kannst du zur Vermeidung von Abnutzungsschäden in ein Wäschenetz geben.
- Auch andere Kleidungsstücke mit Reißverschlüssen können Windelwäsche beschädigen, deshalb solltest du diese vor der Wäsche prüfen und gegebenenfalls andere Kleidungsstücke mit waschen.
Wenn Textilien sich „auflösen“
Manchmal kommt es vor, dass Eltern von sich auflösenden Textilien berichten. Gerade Einlagen sind davon vermehrt betroffen. Es braucht schon einiges, damit sich qualitativ hochwertige Saugeinlagen auflösen, hier sind die Fasern durch falsche Handhabung stark beschädigt worden.
Bakterienbefall oder mechanische Überbelastung sorgen für eine verminderte Lebenszeit der Textilien. Praktiken wie das Einlegen und Lagern der Windelwäsche in Essigwasser oder eine zu feuchte, warme Lagerung können zu solch extremen Zerfall der Fasern führen.
Genauso verhält es sich mit zu kalter Waschtemperatur, zu seltenem Waschen, falschen oder zu wenig Waschmittel. Du findest auf unseren Ratgeberseiten zum Waschen und Lagern viele Infos dazu, wie du diese Probleme vermeiden kannst.
Folgst du unserer Gebrauchsanleitung, sollte so etwas nicht vorkommen.
Undichtes PUL - Wie vermeide ich Schäden am PUL?
Ist die Innenwindel oder ein Wetbag beschädigt, so dass Flüssigkeit durch den Stoff dringt, liegt das wahrscheinlich an einer Behandlung mit zu aggressiven Waschzusätzen wie Säuren oder reiner Sauerstoffbleiche oder falscher Lagerung. Da es sich um eine dünne, aufgeklebte Beschichtung handelt, kann diese sich vom Stoff lösen.
Durch mechanische Reize wie Reißverschlüsse und Knöpfe, die in der Waschtrommel am PUL oder beschichtetem TENCEL™ Lyocell reiben, kann es zu Beschädigungen kommen. Deshalb sollte man alle beschichteten Produkte in einem Wäschenetz waschen. Auch das Trocknen im Trockner oder direkte Sonneneinstrahlung kann Schäden an der Beschichtung verursachen.
Weitere Faktoren sind aggressive Rückstände aus Urin und Bakterien, welche die Beschichtung bei zu langer und unsachgemäßer Lagerung angreifen. Deshalb solltest du mit Wasser vollgesogene Feuchttücher o. ä. nicht im selben Wetbag mit benutzen Einlagen lagern und beschichtete Stoffe bei längerer Lagerung möglichst trocken und separat von mit Urin vollgesogenen Einlagen lagern.
Unsere beschichteten Stoffe sind von hoher Qualität und enthalten keine fehlerhaften Stellen, das stellen wir durch Prüfung sicher.
Kann ich undichte Windeln reparieren?
Leider nein.
Ist z.B. die Innenwindel undicht, stößt man im Internet auf verschiedene Tricks, mit denen die Dichtigkeit wiederhergestellt werden soll. Imprägnierspray zum Beispiel hat nichts in einer Stoffwindel und somit in unmittelbarer Nähe zur empfindlichen Babyhaut zu suchen. Auch Weichspüler sollte nicht verwendet werden, genau so wenig wie Flicken für Outdoorstoffe oder Kleber.
Ist die Beschichtung nicht mehr dicht, kannst du die Windel als Strand- oder Gartenwindel benutzen, oder als Backup beim Trocken werden. Also in Situationen, in denen die Dichtigkeit nicht so wichtig ist.
FAQ - Stoffwindeln waschen und pflegen
- Die Wollwindel (Außenwindel aus Wolle) sollte per Hand oder im Wollwaschprogramm nur in lauwarmem Wasser gewaschen werden, bei 30° C.
- Außerdem raten wir dringend zur Verwendung von geeigneten Waschmitteln, wie z.B. der Wollwaschlotion.
- Bitte halte dich in jedem Fall an unsere eingenähten Pflegehinweise.
- Wenn du die Woll-Bündchen mit Gallseife vorbehandeln möchtest, sei bitte behutsam. Reibe diese nicht zu doll und spüle die Seife schnell wieder aus.
Für alle Flecken gilt, dass grobe Verschmutzungen vorher ausgewaschen oder mit geeigneter Bürste ausgebürstet werden sollten.
Muttermilchstuhl-Flecken lassen sich recht einfach entfernen, indem du die gewaschene Windel feucht in den Halbschatten legst (direkte Sonneneinstrahlung über längere Zeit sollte man dabei vermeiden). Die UV-Strahlung bleicht Flecken sanft aus.
Zur Fleckenentfernung, besonders bei organischen Verschmutzungen wie Fett und Eiweiß, kann man Gallseife verwenden (in flüssiger Form in unserem Shop erhältlich). Die enthaltenen Enzyme lösen organische Verschmutzungen aus den Fasern. Zur Reinigung solltest du wenige Tropfen Gallseife auf den verschmutzten Stoff geben. Verreibe die Seife vorsichtig auf dem Fleck und spüle ihn mit kaltem Wasser aus. Die Seife sollte nicht lange einwirken und gründlich ausgewaschen werden.
Auch Olivenöl-Kernseife (z. B. von Patounis) eignet sich gut zur Fleckenentfernung, ebenso Wollwaschseifen mit hohem Lanolinanteil (z. B. von Glückswindel). Ein Vorteil von Pflanzenseife und spezieller Wollseife ist, dass sie gleichzeitig rückfettend wirken. Trage zur Fleckenentfernung die Seife auf die nasse Wolle auf, reibe sie vorsichtig ein und spüle sie mit viel kaltem Wasser aus.
Bitte wasche farbintensive Wollprodukte vor der ersten Benutzung gründlich durch, um Abfärbungen auf andere Textilien zu vermeiden. Verwende dafür das Wollprogramm deiner Waschmaschine.
Oft sind Ablagerungen von Kalkseife oder Waschmittelrückstände die Ursache. Auch eine zu niedrige Waschtemperatur kann zu Bakterienbildung führen.
Der Gebrauch von Hygienespüler beim Stoffwindeln waschen ist bei einer effizienten Waschroutine nicht nötig. Sauerstoffbleiche und 60°C Wäsche reichen aus, um die Windeln wirklich sauber zu waschen. Sollte es zu vermehrter Bakterienbildung kommen, kannst du Einlagen auch mal bei 90°C waschen.
Selbst bei einem Pilzbefall sind Sauerstoffbleiche und 60°C das Mittel der Wahl. Hygienespüler kann zu Hautreizungen führen, ist umweltschädlich und tötet in Kläranlagen hilfreiche Bakterien ab. Er sollte daher sehr sparsam verwendet werden.
Muttermilchstuhl ist wasserlöslich und kann in der Regel direkt in der Vorwäsche der Waschmaschine ausgespült werden.
Es gibt grundsätzlich flüssige und feste Gallseife, sowie Gallseife aus kontrolliert biologischer Tierhaltung und aus konventioneller. Unsere Erfahrungen zeigen, dass sich diese Gallseifen in ihrer Wirksamkeit kaum unterscheiden. Jedoch ziehen wir die flüssige Gallseife der festen vor, da man damit weniger Wascharbeit hat, denn es entfallen das Anfeuchten und Aufschäumen des Seifenstückes.
Ja, Fleece aus Polyester wie unsere Liner können bei 60 Grad gewaschen werden.
Nein, Flecken sind oft nur Farbrückstände (Bilirubin) und bedeuten nicht, dass die Windel nicht sauber ist.
Die Entsorgung von Wollfett nach dem Fetten ist folgendermaßen korrekt:
- Abkühlen lassen,
- auf ein Küchentuch gießen
- und dann in den Restmüll geben.
Denn, wie auch bei Fett und Speiseöl aus der Küche wird Wollfett (Lanolin) recht schnell fest, wenn es abkühlt. Es kann den Abfluss verstopfen und sollte deshalb im Restmüll entsorgt werden.
Weitere Infos zur Wollpflege findest du auf unseren Ratgeberseiten zu Wollwäsche und Wollpflege.
Weichspüler wird im letzten Spülgang auf die Wäsche gegeben und legt sich auf die Fasern, um diese weicher zu machen. Einige Inhaltsstoffe machen durch ihre chemische Struktur die Textilien wasserabweisend. Die Fasern verkleben, um ein weicheres Gefühl auf der Haut zu erzeugen. So vermindert Weichspüler die Saugleistung der Einlagen, da Flüssigkeit schlechter in die verklebten Fasern aufgenommen werden kann. Auch die Oberfläche von Funktionskleidung und beschichteten Stoffen wie PUL wird verschlossen und verliert ihre Atmungsaktivität.
Außerdem steht Weichspüler im Verdacht, Gewässer zu belasten, wenn eine vollständige biologische Abwasserreinigung nicht garantiert ist und die Substanz direkt ins Wasser gelangt. Des Weiteren erhöht sich der Waschmittelverbrauch, denn man braucht nach einem Waschgang mit Weichspüler umso mehr Waschmittel, um diesen und die Verschmutzungen wieder aus der Wäsche zu lösen. Beigefügte Zusätze und Duftstoffe sowie die chemische Struktur und ihre Eigenschaften sind eine Belastung für empfindliche Haut und können Allergien auslösen.
Wer weiche Windelwäsche bevorzugt, kann Enthärter in Form von Milchsäure benutzen, die Windeln im Trockner antrocknen oder einmal durchkneten. Zitronensäure eignet sich nicht als Weichspüler, da sie recht aggressiv ist. In der Regel stören sich Kinder aber auch nicht an hart getrockneten Einlagen.
Ein Hinweis zum Weichspülerfach:
Alle Substanzen, die im Weichspülerfach landen, werden mit Wasser in die Trommel eingespült und verbleiben dann auf der Wäsche. Es wird also kein Wasser nachgespült. Daher sollte man sich bewusst machen, dass diese Substanzen auf den Fasern verbleiben können und dementsprechend Kontakt mit der Babyhaut haben.
Im Internet gibt es viele Tipps zum Gebrauch von Waschmittelzusätzen im Weichspülerfach, von denen wir abraten, wie zum Beispiel Zitronensäure als Enthärter ins Weichspülerfach zu geben. Enthärter sollen im letzten Spülgang dafür sorgen, dass mit weichem, neutralisiertem Wasser gespült wird. Dafür sollte man nur dafür ausgewiesenen Enthärter in Pulverform im Hauptwaschgang oder Milchsäure im Weichspülerfach benutzen.
Wir empfehlen dir die Aufbewahrung der Windeleinlagen und Innenwindeln in einem Wetbag. Unsere Wetbags (auf Deutsch “Nasstaschen”) sind aus wasserdichtem und atmungsaktivem PUL (Polyurethanlaminat) und werden mit einem Reißverschluss verschlossen. Der Wetbag kann beispielsweise im Kinderzimmer oder im Bad aufgehangen werden und ist dann gemeinsam mit den Einlagen und den Innenwindeln bei 60°C waschbar.
Das Auswaschen von benutzten Stoffwindeln ist in der Regel nicht nötig. Solltest du dies dennoch tun wollen, achte bitte darauf, diese Windeln getrennt von nicht ausgewaschenen Windeln aufzubewahren oder vor dem gemeinsamen Lagern zu trocknen. Ansonsten erhöhen die wassernassen Windeln die Gefahr von Keim- und Schimmelbildung.
Wir empfehlen, sie spätestens nach vier Tagen zu waschen. Getrocknete Windeln können unter Umständen länger bis zur nächsten Wäsche warten. Ein Risiko der Keimbildung besteht dennoch.
Auf keinen Fall solltest du benutzte Stoffwindeln in einem Wassereimer lagern. Zusätzlich zur Verkeimung quellen die Materialfasern auf und reißen schneller durch die mechanische Einwirkung der Waschmaschine. Weitere Infos zum Lagern von Stoffwindeln findest du in unserem Ratgeber Stoffwindeln lagern.
Wir raten außerdem von der luftdichten Aufbewahrung gebrauchter Einlagen, Außen- und Innenwindeln ab. Wenn man die feuchten Windeln luftdicht lagert, ergeben sich optimale Lebensbedingungen für anaerobe Bakterien und andere Keime. Diese sind nicht nur für Geruchsbelästigungen und bleibende Flecken verantwortlich, sondern können durch Zelluloseverwertung auch die Lebensdauer der Stoffeinlagen verkürzen.
Verschiedene Zutaten in selbstgemachten Waschmitteln können nur richtig wirken, wenn das Verhältnis zueinander und andere Faktoren wie Wasserhärte mit einbezogen werden. Aufgrund der variierenden Dosierung der Bestandteile ist nicht absehbar, wie DIY Waschmittel langfristig auf Stoffwindeln wirken. Daher können wir hierzu keine Auskünfte geben.
Grundsätzlich solltest du dich sehr gründlich über Waschverfahren und Inhaltsstoffe informieren, wenn du ein selbstgemachtes Waschmittel benutzen möchtest.
Infos und Rezepte gibt es z. B.: hier oder hier (plastikfrei, für Naturfasern).
Der wichtigste Aspekt für eine gründliche Reinigung in der Waschmaschine ist die Wasserzusammensetzung vor Ort und wie dieses Wasser mit dem Waschmittel interagiert. Der Hauptgrund für Geruchsprobleme oder erhöhte Abnutzung der Windeln beim Waschen liegt meistens in der falschen Dosierung des Waschmittels in Verbindung mit hartem Wasser.
Da viele Gesteine kalkhaltig sind, ist im Wasser oft viel gelöster Kalk vorhanden. Je mehr Kalk gelöst ist, umso “härter” ist das Wasser. Am schnellsten erfährst du hier den Wasserhärte-Grad in Deiner Gegend.
Grundsätzlich gilt: Je weicher das Wasser, desto besser ist die Waschkraft des Waschmittels. Im Prinzip funktioniert das so, dass im Waschmittel eine gewisse Menge an “Entkalker” (auch Enthärter genannt) beigegeben sein muss, damit das Waschmittel optimal wirken kann. Wenn man nun ein Waschmittel benutzt, welches nicht ausreichend Enthärter enthält, werden Waschmittelreste und andere gelöste Stoffe nicht aus dem Stoff heraus gespült und können sich als Rückstände an die Fasern anlagern. Langfristig wird diese Wäsche dann eher schmutzig (die Fasern werden rauer), sie müffelt eher und wird immer schwerer zu reinigen. Weiterhin ergibt sich daraus: je härter das verwendete Wasser ist, umso mehr Enthärter muss zugesetzt sein.
Aus diesem Grund ist die Wasserhärte einer der wichtigsten Faktoren für die Dosierung von Waschmittel.
Nein. Milchstuhl und kleine Mengen fester Stuhl lösen sich durch Waschmittel restlos von den Fasern und werden vollständig aus der Waschmaschine gepumpt. Rückstände sind nicht zu befürchten, solange du das richtige Waschmittel und das richtige Waschprogramm wählst. Um ganz sicher zu gehen kannst du auch die „Extra Spülen“ Taste wählen.
In unserem Ratgeber Stoffwindeln waschen findest du viele weitere Tipps und Infos.
Nein, bei einer 60 °C Wäsche mit Vollwaschmittel wird alles hygienisch sauber.
Indem du die benutzten Einlagen einfach in einem Wetbag oder Pail Liner sammelst und alle 2-3 Tage gesammelt wäschst, lässt sich die Routine stressfrei in den Alltag integrieren.
Unsere Waschempfehlungen basieren auf jahrelanger Erfahrung wie auch wissenschaftlichen Erkenntnissen und zielen auf einen möglichst langen Erhalt unserer Produkte ab. Waschen ist allerdings ein komplexer und höchst individueller Vorgang. Auf die Aspekte der häuslichen Produktpflege haben wir als Hersteller keinen Einfluss. Dazu gehören neben dem Einhalten unserer Empfehlungen zum Beispiel auch mögliche Verunreinigungen der Waschmaschine, der Härtegrad des Wassers oder Beschädigungen in der Waschtrommel.
Wenn du unsere Waschempfehlungen jedoch befolgst, tust du dein Bestmögliches für die Pflege unserer Produkte. Wir empfehlen deshalb unseren Kunden, sich möglichst an unsere Waschhinweise zu halten. Reklamationen, die aus einer Nichtbeachtung entstehen, werden von uns nicht angenommen.
Ja, die gibt es! In unserer Wasch- und Pflegeanleitung findest du alle nötigen Informationen für den Einstieg in die Stoffwindelwelt. ;-)
Außerdem haben wir einen umfangreichen Ratgeber zum Thema Stoffwindeln waschen geschrieben.
Ja, das ist möglich. Nach der Vorwäsche können Handtücher, Waschlappen oder Bettwäsche hinzugefügt werden, sofern sie 60 °C vertragen.
Wollprodukte kann man bei Bedarf auskochen, zum Beispiel, wenn sich ein Pilz in den Windeln verbreitet hat oder wenn du das Bedürfnis hast, eine Grundreinigung zu machen. Dabei sollte man beachten, dass in Windeln vernähte Gummis durch die hohe Temperatur brüchig werden können.
Um Wolle auszukochen, benötigst du einen großen Topf mit ausreichend Wasser mit Zimmertemperatur. Gebe die Wollprodukte hinein und erhöhe die Temperatur langsam, ohne zu rühren. Temperaturschwankungen und Bewegung lassen die Wolle verfilzen. Bevor das Wasser siedend kocht, solltest du deshalb die Hitzezufuhr abstellen, damit das Wasser nicht sprudelt. Lass das Wasser aber einige Minuten köcheln, um eine desinfizierende Wirkung zu gewährleisten. Stelle dann den Herd ab und lass das Wasser langsam auf Zimmertemperatur abkühlen. Erst dann kannst du die Wollprodukte entnehmen und vorsichtig ausdrücken oder in der Waschmaschine schleudern und liegend trocknen.
Gefettete Wollprodukte wie Wollinnenwindeln müssen nach dem Auskochen mit Wollfett imprägniert werden.
Es ist wichtig, dass du beim Stoffwindeln waschen ein geeignetes Waschmittel für die bei dir vorhandene Wasserhärte nutzt bzw. es entsprechend dosierst. Denn sonst kann es zu einem mineralischen Aufbau (Verkalkung) um die Fasern kommen und die Windeln können u. U. trotz des Waschens unangenehm riechen.
Was die Wasserhärte damit zu tun hat, erklärt dir folgender Textauszug:
Allgemeine Informationen zur Wasserhärte
(Quelle: www.wasserhärte-deutschland.de/info-zur-wasserhaerte.htm)
"Die Wasserhärte wird im Wesentlichen von den zwei Härtebildner Calcium und Magnesium bestimmt. Je höher die Konzentration der Erdalkalimetallionen (neben Calcium und Magnesium sind dies auch Barium und Strontium), desto höher ist auch die Gesamthärte im Wasser. Die Wasserhärte ergibt sich nicht nur durch die natürlichen Bedingungen, sondern auch durch die menschliche Aufbereitung des Wassers.
(...)
Weiches Wasser wirkt vorteilhaft bei der Wäsche. (...) Die Textilfasern werden im Gegensatz zu hartem Wasser geschont (keine harte Kleidung nach dem Trocknen). Wäsche, die mit weichem Wasser gewaschen wurde, sorgt in der Regel für ein angenehmeres Tragegefühl. Durch den weichen Härtegrad wird nicht nur bei der Kleidung ein positiver Effekt erzielt, sondern auch die Waschmaschine kann geschont werden und gewinnt an Lebensdauer. Kalkablagerungen treten weitaus weniger auf, wenn das Wasser weich ist.
(...)
Je härter das Wasser, desto mehr Waschmittel oder Enthärtungsmittel wird benötigt, damit es zu keiner Verkalkung der Heizstäbe und zu Kalkabscheidungen auf der Wäsche kommen kann. Bei der Erwärmung von kalkhaltigen Wasser kommt es zum Zerfall des Hydrogencarbonats, CO2 gast aus und Carbonate fallen aus. Diese „Verkalkung“ kann dazu führen, dass die Heizstäbe in den Waschmaschinen die Wärme nicht mehr an das Wasser übertragen können, der Energiebedarf steigt und die Heizstäbe brennen früher durch. Hartes Wasser bildet zusammen mit Seifen sogenannte Kalkseifen, die für den Reinigungsprozess nicht mehr zur Verfügung stehen und sich auf den Kleidungsstücken ablagern können."
Hier kannst du z. B. nachschauen, welche Härte das Wasser in deinem Stadtgebiet hat (Deutschland).
Essig gehört nicht in die Waschmaschine, da er Gummis spröde machen kann. Außerdem können Textilfasern durch die aggressive Säure angegriffen werden.
Wer weiche Wäsche möchte, kann Milchsäure verwenden und diese in einem Kurzprogramm oder Spülprogramm nach der Windelwäsche einsetzen.
Wenn du deine Waschmaschine reinigen möchtest, solltest du dich an die Bedienungsanleitung bzw. Herstellerangaben halten. Oft reicht schon ein Hauptprogramm ohne Wäsche und Waschmittel bei 90 Grad, vorausgesetzt die Waschroutine stimmt und es haben sich durch die Benutzung von Enthärter keine Kalkablagerungen gebildet. Diese muss man mit einem entsprechenden Reiniger z.B. aus Zitronensäure entfernen.
Die Windeleinlagen kannst du vor der ersten Verwendung mit deiner normalen Bunt- oder Kochwäsche mitwaschen. Das Einwaschen dient zum einen dazu, produktionsbedingte Verschmutzungen zu entfernen und zum anderen, die Saugfähigkeit der Einlagen zu verbessern. Denn gerade bei den Bio-Baumwollfrottee Einlagen muss erst die Appretur heruntergewaschen werden, die während der Produktion dafür sorgt, dass das Gewebe geschmeidiger durch die Maschinen läuft. Das ist wie mit neu gekauften Handtüchern: Will man sich mit ihnen abtrocknen, bleibt die Haut weiterhin feucht, weil die Fasern noch mit dieser Appretur versiegelt sind und keine Feuchtigkeit aufnehmen.
Nach 8-10 Wäschen haben die Frottee-Fasern in der Regel ihre volle Saugkraft erreicht.
Hinweis: Unsere Frottee Einlagen sind äußerst langlebig und robust im Gebrauch. Deswegen fällt es uns besonders auf, wenn wir von Kund*innen Rückmeldungen über einen frühzeitigen Verschleiß bekommen. Dieser scheint durch Waschmittel mit dem Inhaltsstoff Aloe Vera begünstigt zu werden. Wir raten daher von der Verwendung entsprechender Waschmittel ab.
Waschnüsse sollte man nicht verwenden, denn da sie bis zum Ende der Wäsche in der Trommel bleiben, können sich Ablagerungen auf den Windeln bilden, die zur Verminderung der Saugkraftführen. Auch andere Waschmittel, wie das Ecoegg Waschei, welche beim Waschen in der Trommel verbleiben und weniger Waschmittelverbrauch versprechen, sollte man bei der Windelwäsche meiden. Neben Ablagerungen kann es auch zu ungenügender Reinigung der Windeln und somit zu einer Keimbelastung führen.
Das Trocknen der Außenwindeln im Trockner ist nicht empfohlen, da es unvorhersehbare Auswirkungen auf die von uns verwendeten Stoffe haben kann.
Bei den Innenwindeln ist das ähnlich: Das Trocknen im Wäschetrockner kann durch die mechanische Beanspruchung durch Komponenten der restlichen Wäsche (Knöpfe, Reißverschlüsse) unter Umständen zu kleinen Löchern führen.
Außenwindeln und Innenwindeln sollten daher an der Luft getrocknet werden und sind nicht trocknergeeignet.
Wolle und TENCEL™ Lyocell darf in keinem Fall in den Wäschetrockner.
Ja, wenn die Windel über eine längere Zeit nicht ausreichend gereinigt wird. Überschüssiges Wollfett trägt sich in der Regel beim Tragen der Windel schnell ab, und das eingewirkte Wollfett verseift im Kontakt mit Urin. Allerdings kann auf Dauer eine häufige und zu starke Überfettung für Ablagerungen in der Windel sorgen, die in Kombination mit Keimen zu Verunreinigungen führen. Milde Wollwaschmittel sind manchmal nicht dazu in der Lage, die Windel dann ausreichend zu reinigen.
Zuerst einmal solltest du prüfen, ob du vielleicht zu viel Fett aufgelöst hast. Unser Richtwert ist ein halber Teelöffel pro Außenwindel oder zwei Innenwindeln. Außerdem kannst du regelmäßig Olivenkernseife zur Tiefenreinigung deiner Windeln nutzen. Damit werden sie vor dem erneuten Fetten ausreichend gereinigt.
Nein, Stoffwindeln zu waschen ist ganz einfach und folgt lediglich vier Grundregeln: Trockene Lagerung, Vorwäsche, 60 °C Hauptwäsche mit Vollwaschmittel-Pulver und zügiges Trocknen.
Wenn du das Gefühl hast, dass deine Windeleinlagen nach dem Waschen und Trocknen immer noch komisch riechen, dann wasche sie bitte einmal bei 90 °C. Dadurch wird auch der letzte Keim abgetötet, und im Normalfall riechen die Stoffwindeln danach nicht mehr unangenehm.
Manchmal kann es auch daran liegen, dass der Urin deines Kind aufgrund eines Infekts oder aufgrund des Zahnens einen veränderten Geruch hat.
Moderne Waschmittel und Waschmaschinen entfernen Milchstuhl problemlos von den Stoffwindeln. Du musst sie also nicht vorher per Hand auswaschen oder einweichen. Reste von Babystuhl in der Waschmaschine sind nicht zu befürchten.
Manche Eltern bevorzugen es, festeren Stuhl mit einem sogenannten Diaper Sprayer oder einem harten Duschstrahl in der Toilette zu entfernen. Das Auswaschen von benutzten Windeln ist aber in der Regel nicht nötig. Solltest du dies dennoch tun wollen, achte bitte darauf, diese Windeln getrennt von nicht ausgewaschenen Windeln aufzubewahren oder vor dem gemeinsamen Lagern zu trocknen. Ansonsten erhöhen die wassernassen Windeln die Gefahr von Keim- und Schimmelbildung. Mithilfe von Windelvlies, welches zuoberst in die Windel gelegt wird, kann ein Großteil des großen Geschäftes aufgefangen werden. Den Stuhl entsorgst du am besten in der Toilette, das Vlies im Restmülleimer.
Auf keinen Fall solltest du benutzte Stoffwindeln in einem Wassereimer lagern. Zusätzlich zur Verkeimung quellen die Materialfasern auf und reißen schneller durch die mechanische Einwirkung der Waschmaschine.
In unserem Ratgeber zum Stoffwindeln waschen findest du noch weitere hilfreiche Tipps!
Das Problem:
Du fettest (vielleicht zum ersten Mal) deine Wollinnenwindeln und nimmst sie aus dem Fettbad. Der Wollstoff fühlt sich sehr fettig oder klebrig an und du bemerkst auch nach dem Trocknen noch klebrige, weißliche Stellen. Doch keine Sorge, deine Windeln sind nicht ruiniert.
Das im Wasser aufgelöste Fett flockt beim Abkühlen des Fettbads aus und legt sich auf den Wollstoff. Das ist nicht unbedingt schädlich für deine Windeln, kann sich aber unangenehm anfühlen. Normalerweise trägt sich das Wollfett schnell ab, wenn die Windel im Gebrauch ist. Keine Sorge bei einem Hautkontakt. Das Fett hat tolle hautpflegende Eigenschaften.
Die Lösung:
Um zu vermeiden, dass sich Wollfett auf deinen Windeln ablagert, kannst du die Windel einfach aus dem Fettbad nehmen, bevor dieses ganz abgekühlt ist. Nach mindestens 30 Minuten hat der Stoff genügend Lanolin aufgenommen.
Weitere Infos findest du auf in unserem Ratgeber zur Wollpflege.
Das hängt davon ab, wo du den Wetbag (Wäschesack) lagerst und wie stark der Stuhl deines Kindes riecht. Milchstuhl und Urin von Neugeborenen hat für gewöhnlich noch keinen starken Eigengeruch und kann problemlos neben dem Wickelplatz in einem Wetbag oder offenen Eimer mit Pail Liner ohne Vorbehandlung aufbewahrt werden.
Sobald Beikost ins Spiel kommt, entstehen auch wie bei uns Erwachsenen Gerüche. Solltest du erst in zwei bis drei Tagen waschen wollen, empfiehlt es sich, den groben Schmutz zu entfernen und die Saugeinlage erst dann im Wetbag oder Pail Liner zu lagern. Je nachdem, wie stark der Stuhl deines Kindes riecht, ist der Wetbag oder Pail Liner im offenen Eimer auf dem Balkon oder im Bad besser aufgehoben.
Das Auswaschen von benutzten Windeln ist nicht nötig. Solltest du dies dennoch tun wollen, achte bitte darauf, diese Windeln getrennt von nicht ausgewaschenen Windeln aufzubewahren oder vor dem gemeinsamen Lagern zu trocknen. Ansonsten erhöhen die wassernassen Windeln die Gefahr von Keim- und Schimmelbildung. Dasselbe gilt für wassernasse Feuchttücher oder Waschlappen: entweder getrennt lagern oder vor dem gemeinsamen Lagern trocknen.
Auf keinen Fall solltest du benutzte Stoffwindeln in einem Wassereimer lagern. Zusätzlich zur Verkeimung quellen die Materialfasern auf und reißen schneller durch die mechanische Einwirkung der Waschmaschine.
Für eine gründliche Reinigung und Entfernung von überschüssigem Fett kannst du deine Wollwindeln einer Tiefenreinigung unterziehen.
Verfettete Wollwindeln sollten in zwei Stufen gereinigt werden. Diese Tiefenreinigung klappt besonders gut mit Olivenkernseife oder Öko-Handspülmittel. Gib dazu genügend heißes Wasser und 5 ml Spülmittel oder 20 ml Seifenflockenemulsion in eine Schüssel und lege die Windel vorsichtig hinein. Die Windel sollte nicht kalt sein, aber unbedingt feucht (ggf warm durchwaschen). Nach 2-3 Stunden gut ausspülen und neu fetten.
Fühlt die Windel sich danach noch nicht ganz sauber an und hatte vielleicht schon Ablagerungen wie Urinstein, sollte der zweite Schritt der Reinigung folgen. Hierzu eignet sich eine starke Tiefenreinigung mit Natron.
Die Windeleinlagen kannst du problemlos zusammen mit ähnlicher Wäsche wie Handtüchern, Waschlappen oder wiederverwendbaren Putzlappen waschen. Das ist sogar zu begrüßen, da du damit die Waschmaschine voll auslastest, wenn neben den Saugeinlagen noch viel Platz in der Trommel ist. Bei einem guten Vollwaschmittelpulver und 60 – 90 °C wird alles hygienisch sauber und du brauchst keine Angst zu haben, dass an deiner anderen Wäsche Rückstände von Stuhl oder Urin haften.
Weitere Infos findest du auf unserer ausführlichen Ratgeberseite zum Stoffwindeln waschen.
Feste Häufchen können auch von unseren Windeleinlagen in die Toilette geschüttelt werden. Grobe Reste lassen sich mit Klopapier entnehmen. Manche Eltern bevorzugen es, den Stuhl mit einem sogenannten Diaper Sprayer oder einem harten Duschstrahl in der Toilette zu entfernen. Das Auswaschen von benutzten Windeln ist aber in der Regel nicht nötig. Solltest du dies dennoch tun wollen, achte bitte darauf, diese Windeln getrennt von nicht ausgewaschenen Windeln aufzubewahren oder vor dem gemeinsamen Lagern zu trocknen. Ansonsten erhöhen die wassernassen Windeln die Gefahr von Keim- und Schimmelbildung. Weitere Informationen dazu findest du in unserem Ratgeber zum Lagern von benutzten Stoffwindeln.
Moderne Waschmittel und Waschmaschinen entfernen kleine Mengen Stuhl problemlos. Rückstände von Stuhl in der Waschmaschine sind nicht zu befürchten. Ab Beikost kannst du Windelvlies oder unsere waschbaren Liner einsetzen, welche den Großteil des großen Geschäftes auffangen. Den Stuhl entsorgst du am besten in der Toilette, das Vlies im Restmülleimer.
Falls nach dem Waschen Flecken auf den Einlagen sichtbar sind, ist das unproblematisch. Die Saugeinlagen sind trotzdem hygienisch rein und können eingesetzt werden. Um die Flecken auszubleichen, kannst du die Einlagen in die Sonne legen. Von Bleichmitteln auf Chlorbasis raten wir dringend ab!
Ist fester Stuhl an die Innenwindel oder Außenwindel geraten, kannst du beides (insofern es sich nicht um Wollprodukte handelt) bei 60° C mitwaschen. Wir empfehlen die Verwendung eines Wäschenetzes bei den PUL-beschichteten Innenwindeln.
Hinweis: Die Außenwindeln sollten nicht zu häufig bei 60° C gewaschen werden, da sonst die Farben ausbleichen.
Moderne Waschmittel und Waschmaschinen entfernen Milchstuhl problemlos. Reste von Babystuhl in der Waschmaschine sind nicht zu befürchten, denn er ist wasserlöslich. Du musst sie also nicht per Hand auswaschen. Ab Beikost kannst du Windelvlies einsetzen, welches den Großteil des großen Geschäftes auffängt. Den Stuhl entsorgst du am besten in der Toilette, das Vlies im Restmülleimer.
Falls nach dem Waschen Flecken auf den Windeleinlagen sichtbar sind, ist das unproblematisch. Die Saugeinlagen sind trotzdem hygienisch rein und können eingesetzt werden. Um die Flecken auszubleichen, kannst du die Einlagen in die Sonne legen. Von Bleichmitteln auf Chlorbasis raten wir dringend ab!
Ist flüssiger Stuhl an die Innenwindel oder Außenwindel geraten, kannst du beides (insofern es sich nicht um Wollprodukte handelt) bei 60° C mitwaschen. Wir empfehlen die Verwendung eines Wäschenetzes bei den PUL-beschichteten Innenwindeln.
Hinweis: Die Außenwindeln sollten nicht zu häufig bei 60° C gewaschen werden, da sonst die Farben ausbleichen.
Quellen
[1] Sinner, Herbert. 1959. Über das Waschen mit Haushaltswaschmaschinen. In welchem Umfange erleichtern Haushaltswaschmaschinen und -geräte das Wäschehaben im Haushalt? Hamburg: Haus + Heim Verlag.
[2] Effizienzhaus-Online. https://bit.ly/36YBTtt
[3] Umweltbundesamt - Private Haushalte Konsum https://bit.ly/33OrEWg
[4] Umweltbundesamt - Umwelttipps für den Alltag. https://bit.ly/2X0ISgM
[5] Hotz, U. Verwendung von Cellulasen in Waschmitteln (Abstract). In: Tenside Surfactants Detergents, 1993, Vol. 30, Iss. 6, pp. 388-393. https://bit.ly/2QdZEaC
[6] Bockmühl, D., Schages, J., Rehberg, L. Laundry and Textile Hygiene in healthcare and beyond. In: microbial cell. July 2019, Vol. 6 No. 7, pp. 299-306.